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Kinderprostitution in den USA: FBI rettet 79 Jugendliche vor Zuhältern

In den USA haben die Behörden Dutzende Teenager aus der Kinderprostitution befreit. Bei mehrtägigen Razzien nahm das FBI mehr als 100 mutmaßliche Zuhälter fest. Gelöst ist das Problem damit nicht.

Dem amerikanischen Federal Bureau of Investigation (FBI) ist ein Schlag gegen Kinderprostitution gelungen. Die US-Bundesermittler nahmen nach eigenen Angaben bei einer großangelegten Aktion mehr als 100 mutmaßliche Zuhälter fest und befreiten 79 Jugendliche aus deren Einflussbereich. Drei Tage lang hatten Fahnder in 57 amerikanischen Städten Razzien durchgeführt, wie das FBI in Washington mitteilte. "Kinderprostitution bleibt eine große Bedrohung für Kinder in ganz Amerika", sagte Kevin L. Perkins vom FBI. Videos von den Einsätzen stellte die US-Ermittlungsbehörde ins Internet.

Die Operation ist Teil der seit 2003 laufenden nationalen Initiative "Innocence Lost" (Verlorene Unschuld). Dabei arbeiten das FBI, das Justizministerium und das Nationale Zentrum für vermisste und ausgebeutete Kinder (NCMEC) zusammen. Bislang konnten mehr als 2200 Kinder gerettet werden, teilte die Behörde mit.

"Kinderprostitution und Menschenhandel zu sexuellen Zwecken passieren nicht nur am anderen Ende der Welt. Diese hinterhältigen Verbrechen geschehen in amerikanischen Städten und die Opfer sind amerikanische Kinder", sagte NCMEC-Präsident Ernie Allen.

Die gegen ihren Willen festgehaltenen Jugendlichen sind nach Angaben des US-Fernsehsenders CNN 13 bis 17 Jahre alt. Ein Kind sei bereits im Alter von elf Jahren zur Prostitution gezwungen worden. Pro Jahr würden Schätzungen zufolge mindestens 100.000 amerikanische Kinder in die Prostitution getrieben. Die Razzien waren am Sonntag beendet worden.

mlr/DPA / DPA
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