Kindstötungen in Darry Vater erhebt Vorwürfe gegen Behörden


Hätte der Tod der fünf Kinder in Darry verhindert werden können? Der Vater von drei der Kinder hatte den Behörden schon im August ein Tonband geschickt, das die Zurechnungsfähigkeit seiner Frau in Frage stellt: Auf dem Band behauptet sie, ihre Kinder seien von Dämonen besessen.

Der Vater von drei der getöteten Kinder von Darry hat schwere Vorwürfe gegen die Behörden und den Psychiater seiner Ehefrau erhoben. Wie er laut "Tagesspiegel" sagte, hatte er schon im August ein Tonband aufgenommen, auf dem seine Frau behaupte, ihre Kinder seien von Dämonen besessen. Wie der Landkreis Plön laut der Zeitung schriftlich bestätigte, hat der Vater das Tonband schon im August dem sozialpsychiatrischen Dienst mit der Bitte übergeben, sie solle es an den Psychiater seiner Frau am Krankenhaus in Preetz weitergeben. Dies sei auch geschehen. Allerdings haben sich weder die Amtsärztin noch der Psychiater das Band angehört, wie ein Kliniksprecher der Zeitung sagte.

Es seien keine geeigneten Wiedergabegeräte für das Tonbandformat vorhanden gewesen. Offenbar habe die Leiterin des sozialpsychiatrischen Dienstes, Petra Ochel, diesen Vorgang bisher verschwiegen. Der Verwaltungsleitung sei die Existenz des Tonbandes erst durch die Anfrage des "Tagesspiegel" bekanntgeworden, heißt es in der Mitteilung des Kreises. Laut dem Vater der drei getöteten Kinder hat seine Frau schlagartig umschalten können, sobald Fremde in der Nähe waren. Sie habe dann ganz normal gewirkt. Daher habe er das Band aufgenommen.

AP AP

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