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Kino-Massaker von Aurora: Prozess gegen Amokläufer Holmes beginnt im August

Bei der "Batman"-Premiere im Juli 2012 hatte James Holmes zwölf Menschen erschossen. Der Prozess gegen den Amokläufer soll im Sommer beginnen. Die Verteidigung plädiert auf "nicht schuldig".

Der Prozess gegen den mutmaßlichen Kino-Amokläufer von Aurora im US-Bundesstaat Colorado soll im Sommer beginnen. Richter William Sylvester legte bei der Verlesung der Anklage gegen James Holmes am Dienstag in Centennial den 5. August als Datum fest. Der 25-Jährige wird beschuldigt, in der Nacht zum 20. Juli 2012 bei der Premiere des neuen "Batman"-Films in einem Kino in Aurora nahe Denver wahllos um sich gefeuert zu haben. Bei dem Blutbad wurden zwölf Menschen getötet und 58 verletzt.

Holmes' Anwälte schoben die Entscheidung erneut auf, ob der Angeklagte auf schuldig oder nicht schuldig plädiert. Verteidiger Daniel King sagte bei der Anhörung, dass sie wahrscheinlich Anfang Mai oder Anfang Juni bereit seien, ihren Entschluss mitzuteilen. US-Medien hatten spekuliert, dass die Anwälte versuchen könnten, den 25-Jährigen für unzurechnungsfähig erklären zu lassen. Bis zu der Entscheidung veranlasste Richter Sylvester automatisch das Bekenntnis "nicht schuldig" für Holmes.

Beweise reichen für eine Hauptverhandlung aus

Bei einer Anhörung Anfang Januar hatte die Staatsanwaltschaft umfangreiches Beweismaterial gegen Holmes vorgelegt. Unter anderem spielte sie die Notrufe aus der Tatnacht vor, in denen Schüsse und chaotischer Lärm zu hören waren. Zeugen sagten aus, dass Holmes zunächst Rauchbomben zündete und dann wahllos mit drei verschiedenen Waffen auf Kinobesucher feuerte.

Polizisten beschrieben die blutigen Szenen und die Festnahme von Holmes am Tatort. Richter Sylvester kam daraufhin zu dem Schluss, dass die Beweise für eine Hauptverhandlung ausreichen. Das Gericht befand Holmes auch für prozessfähig.

Holmes hatte am 20. Juli 2012 während einer "Batman"-Filmpremiere in einem Kino in Aurora zwölf Menschen erschossen und 58 verletzt. Er soll sich in 166 Anklagepunkten verantworten, allen voran Mord und versuchter Mord. Experten hatten erwartet, dass sich der heute 25-Jährige im Zuge der Anklageverlesung "nicht schuldig wegen geistiger Unzurechnungsfähigkeit" bekennt.

jat/AFP/DPA / DPA
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