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kino.to-Prozess in Leipzig: Justiz knöpft sich Programmierer vor

Bastian P. war die mutmaßliche Nummer zwei des Streaming-Portals kino.to. Jetzt muss er sich vor dem Leipziger Landgericht verantworten. Der Vorwurf: mehr als eine Million Urheberrechtsverletzungen.

Von Uta Eisenhardt

Drei Kinder stehen mit ihrer Mutter vor den vergitterten Fenstern eines Gefängnisses. Gemeinsam krakeelt die kleine Schar "Happy Birthday, lieber Papa" - einen Gruß an den inhaftierten Vater. "Mama, wann kommt Papa wieder", erkundigt sich der kleinste Sänger. "Noch viermal singen", erhält er zur Antwort. Noch vor wenigen Jahren wurde jener PR-Spot der "Zukunft Kino Marketing GmbH" amüsiert zur Kenntnis genommen. Nur wenige konnten sich damals vorstellen, dass gewerbsmäßige Urheberrechtsverletzer tatsächlich bis zu fünf Jahre ins Gefängnis müssen.

Genau darum geht es heute, wenn sich der 28-jährige Bastian P., einer der mutmaßlichen Anführer von kino.to, vor dem Leipziger Landgericht verantworten muss. Ihm wird die gewerbsmäßige und unerlaubte Verwertung von urheberrechtlich geschützten Werken in 1.110.543 Fällen vorgeworfen.

Keine rechtliche Grauzone

Im Frühjahr 2008 drängte kino.to auf den deutschen Markt, ein Raubkopierportal, welches das größte seiner Art werden sollte. Es war auf der Südseeinsel Tonga registriert, wo man sich um Internetrechte kaum schert. Das Portal nebst dazugehörigen sogenannten Stream-Hostern finanzierte sich über Premium-Mitgliedschaften und über Werbebanner, die oft auf kostenpflichtige Abo- oder Download-Fallen leiteten.

Die Nutzer aber, am Ende waren es bis zu vier Millionen täglich, freuten sich vor allem über die Links, die zu Zehntausenden Fernsehserien, Kinofilmen sowie Dokumentationen führten. Ohne Einverständnis des Rechteinhabers konnte man sich die Werke kostenlos anschauen, aber nicht speichern. Dieser Umstand führte zur irrigen Meinung, es handele sich bei jenem "Streaming" um eine rechtliche Grauzone, nicht aber um einen Verstoß gegen das Urheberrecht.

Die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) sah das anders. Insgesamt drei Strafanzeigen stellte man gegen kino.to, sagt Sprecherin Christine Ehlers. Zwei der Anträge wurden eingestellt, weil die international und unter falschen Namen agierenden Täter nicht ermittelt werden konnten. Doch dann meldeten sich bei der GVU mehrere kino.to-Aussteiger. Die Urheberrechtsschützer stuften deren Informationen als glaubwürdig ein und stellten erneut eine Strafanzeige bei der Dresdener Generalstaatsanwaltschaft.

Filme aus Russland

Dort kümmerte sich "Ines" um den Fall, die Interne Ermittlungseinheit Sachsen. Innerhalb von sechs Wochen wertete man die Insiderangaben aus, bis die Fahnder am 8. Juni konzertiert in Deutschland, Spanien, Frankreich und den Niederlanden zuschlugen. Sie führten Razzien in zahlreichen Wohn- und Geschäftsräumen durch und verhafteten 13 Köpfe von kino.to. Außerdem beschlagnahmten sie Luxusautos und Konten. Auf dem des mutmaßlichen Filmportalchefs Dirk B. hätten sich 2,5 Millionen Euro befunden, so die Generalstaatsanwaltschaft.

Die ersten vier Prozesse gegen Mitglieder von kino.to fanden Ende vergangenen Jahres statt. Vor dem Amtsgericht Leipzig offenbarten die Angeklagten auch ihre Geschäftsstruktur. Es habe einen Chef - vermutlich Dirk B. - gegeben, der sich um die Finanzierung kümmerte und Anweisungen erteilte, sagt Ehlers. Bastian P. soll für die Programmierung von kino.to zuständig gewesen sein. Dann habe es noch sogenannte Uploader und Freischalter gegeben.

Uploader belieferten die Stream-Hoster mit Inhalten, Freischalter sorgten dafür, dass keine pornografischen Inhalte hochgeladen wurden und es keinen Ärger mit Russland gab, wo die Server von kino.to standen. Damit die russische Justiz untätig blieb, durften die Raubkopien nicht von russischen IP-Adressen aus erreichbar sein und keine russische Tonspur enthalten.

Harte Strafen

Trotz der umfangreichen Geständnisse verhängte das Leipziger Amtsgericht empfindliche Haftstrafen. Am besten erging es noch dem Uploader Dennis B.: Da der 24-Jährige mit zehn Cent pro Raubkopie bei kino.to vergleichsweise wenig verdiente - sein Verteidiger bezeichnete ihn als "Wasserträger" im System -, bekam er nur 17 Monate Haft zur Bewährung.

Seine drei Mittäter, die neben ihrer Tätigkeit als Webdesigner, Haupt-Freischalter oder Serverbetreuer allesamt Stream-Hoster betrieben hatten, müssen ins Gefängnis: der 33-jährige Marcus V., der mit dem Portal etwa 160.000 Euro verdient hatte, für zweieinhalb Jahre, der 27-jährige Martin S., der rund 230.000 Euro erhalten hatte, für drei Jahre. Dem 47-jährigen Michael H., der rund 300.000 Euro bekommen hatte, sprach der Richter drei Jahre und fünf Monate Haft zu.

Gegen den mutmaßlichen Portal-Chef Dirk B. ist bereits am Landgericht Leipzig Anklage erhoben worden, es gibt aber noch keinen Verhandlungstermin. Darüber hinaus ermittelt die Dresdener Generalstaatsanwaltschaft noch gegen mehr als zwanzig Beschuldigte, sagt Oberstaatsanwältin Heike Teitge.

Die GVU hat schon die nächste Gruppe im Visier: Einen Monat nach der Zerschlagung von kino.to startete kinox.to. "Das ist eine Backup-Datei von kino.to, eine ältere Arbeitsversion", meint Ehlers. Weil jenes Portal aber mit der gleichen Aufmachung wie sein Vorgänger punkte, habe es sich schon bald an die Spitze der verbliebenen Raubkopier-Portale setzen können. Die GVU will nun auch gegen die "kinox.to"-Betreiber - es soll sich dabei um deutschsprachige IT-Experten handeln - einen Strafantrag stellen.

18jähriger Kater und Welpe geht das?
Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich Hallo, wir haben einen 18-jährigen Kater der aber noch recht fit ist. Er ist zwar eigentlich nur zu meiner Mutter anhänglich also kommt immer am Abend auf die Couch und lässt sich streicheln von ihr sonst ist er eigentlich den ganzen Tag in seinem Bett im Keller oder oben auf einer Decke die im Schrank liegt. Erzieht sich also zurück. Nun ist der Wunsch nach einem Welpen doch sehr groß und der einzige Grund der dagegen spricht oder der infrage kommt warum wir keinen holen würden wäre unser Kater. Habt ihr Erfahrung mit alten Katzen und welchen gemacht? Unser Kater ist nämlich eigentlich nicht So gut auf Hunde zu sprechen also wenn ein Hund an seinem Garten vorbeigeht springt er schon hinterm Zaun ein bisschen hoch und fängt an zu fauchen. Denkt ihr nicht das Man wird vorsichtiger Eingewöhnung es schaffen könnte dass die beiden sich verstehen? LG und danke im Voraus
  • Uta Eisenhardt