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Disziplinarverfahren eingeleitet Kölner Polizist soll antisemitische Botschaft verbreitet haben

Ein Fahrzeug der Polizei
Bei der Polizei in Köln gibt es Ärger um eine judenfeindliche Botschaft eines Beamten (Symbolbild)
© Daniel Bockwoldt / Picture Alliance
Der Vorwurf wiegt schwer und könnte ihn den Job kosten: Ein Beamter der Kölner Polizei soll über Whatsapp eine judenfeindliche Nachricht verschickt haben.

Ein Polizeibeamter in Köln soll eine antisemitische Botschaft verbreitet haben - und droht deshalb seinen Arbeitsplatz zu verlieren. "Als ich davon erfahren habe, habe ich sofort ein förmliches Disziplinarverfahren mit dem Ziel der Entlassung eingeleitet", zitiert der "Kölner Stadt-Anzeiger" den Polizeipräsidenten der Domstadt, Uwe Jacob.

Bei der Botschaft handelt es sich der Zeitung zufolge um ein über den Messengerdienst Whatsapp verschicktes Bild, das Adolf Hitler zeigt und den Spruch enthält: "Was ist der Unterschied zwischen dem Nikolaus und einem Juden? Die Schornsteinrichtung" - eine Anspielung auf den organisierten Massenmord der jüdischen Bevölkerung in Konzentrationslagern sowie die Verbrennung der Ermordeten in Krematorien.

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"Die Verbreitung solcher volksverhetzender Bilder ist für mich völlig inakzeptabel und schädigt den guten Ruf der Polizei Köln", sagte Jacobs dem "Kölner Stadt-Anzeiger". Nach Angaben der Zeitung war die Botschaft zufällig im Rahmen anderer Ermittlungen gegen den Beamten entdeckt worden. Das nordrhein-westfälische Innenministerium bestätigte der Deutschen Presse-Agentur den Vorgang auf Anfrage. Es gebe "Null-Toleranz bei antisemitischen Untrieben", sagte ein Ministeriumssprecher.

mad DPA

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