Königswinter Schüler trauern um ermordete Hannah


Die Schüler einer Realschule in Königswinter haben mit einer Trauerfeier ihrer ermordeten Mitschülerin Hannah gedacht. Der Mörder des Mädchens ist noch nicht gefasst. Auch deshalb macht die Polizei keine Angaben zur Todesursache.

Mit einer Trauerfeier haben Mitschüler der ermordeten Hannah aus Königswinter gedacht. Einen Tag, nachdem die Leiche der 14-Jährigen in einem Gebüsch entdeckt worden war, versammelten sich rund 900 Jugendliche und Eltern aus der Realschule des Mädchens zu einer Andacht in der Aula. "Es war ein sehr besinnlicher und bewegender Moment. Ein Zeichen, das trotz allem noch ein gemeinsamer Halt da ist", sagte der Pressesprecher der Jugenddorf-Christoherusschule, Carsten Fuchs.

Die Polizei fahndet unterdessen weiter nach dem oder den Mördern des Mädchens. Die Leiche war fünf Tage nach dem Verschwinden Hannahs bei einer groß angelegten Suchaktion in der Nähe ihres Elternhauses entdeckt worden. Nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung ist das Mädchen erstochen worden. Polizei und Staatsanwaltschaft wollten zunächst jedoch keine Angaben über die Todesursache machen. Ob es sich um ein Sexualdelikt handelt, muss erst mit einer Obduktion geklärt werden.

Die Realschule des Mädchens steht nach der Nachricht über den Tod des Mädchens unter Schock. An einen normalen Schulalltag sei nicht zu denken, sagte Fuchs. "Die Schüler sind zwar in ihren Klassen, aber nur, um dort gemeinsam das Geschehene zu verarbeiten." Es gebe ein starkes Bedürfnis nach Nähe, auch Notfallseelsorger seien im Einsatz.

AP AP

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