HOME

Kofferbomber-Prozess: "Wollte Panik und Schrecken verbreiten"

Bei den fehlgeschlagenen Kofferbomben-Anschlägen auf zwei Regionalzüge in Nordrhein-Westfalen, wollte der angeklagte Libanese keine Menschenleben gefährden. Signalwirkung sollten sie aber schon haben.

Der in Düsseldorf angeklagte mutmaßliche Kofferbomber von Köln wollte mit den Anschlägen auf zwei deutsche Regionalzüge nach eigenen Angaben Panik und Schrecken verbreiten. "Die Menschen sollten politisch aufwachen und erkennen, warum jemand versucht hat, sie zu erschrecken", sagte Youssef al H. am Mittwoch vor dem Oberlandesgericht Düsseldorf.

Aktion im Namen des Dschihad

Die Aktion habe im Namen des Dschihad erfolgen sollen - er habe dann aber begriffen, dass das nicht der richtige Weg gewesen sei. Der Angeklagte räumte zumindest teilweise Verständnis für die Terror-Anschläge des 11. September ein. Er sei in einem Zwiespalt, ob er die Anschläge für gut oder schlecht halten solle, sagte er in seiner Erklärung.

"Wenn ich Menschen direkt leiden gesehen hätte, hätte ich die Tat zu 80 Prozent verurteilt", fügte er hinzu. Zu seiner angeblichen Bewunderung für Terroristenführer Osama Bin Laden sagte er, dieser sei keineswegs sein Idol. Er finde einiges an Bin Laden gut, aber auch einiges schlecht.

Nur ein handwerklicher Fehler verhinderte die Katastrophe

Ein früherer Kommilitone hatte al H. am Dienstag in einer Zeugenaussage als streng gläubigen Moslem und Anhänger des Dschihad beschrieben. Bin Laden sei für den Angeklagten ein Vorbild gewesen. Die Anschläge vom 11. September 2001 habe er begrüßt, bei der Nachricht vom Tod des irakischen Al-Kaida-Chefs Abu Mussab al Sarkawi habe er geweint.

Al H. soll zusammen mit dem im Libanon bereits für die Tat verurteilten Jihad Hamad im Juli 2006 Sprengsätze in zwei Regionalzügen deponiert haben. Nach Ansicht der Anklage verhinderte nur ein handwerklicher Fehler, dass die Kofferbomben ein Blutbad unter Dutzenden Reisenden anrichteten. Al H. hat hingegen ausgesagt, den Anschlag absichtlich sabotiert zu haben. Ihm sei klar geworden, dass die Tat ein Fehler sei.

AP/spi / AP
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.