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New York: Krankenschwester soll Kreditkarten von todkrankem Covid-19-Patienten gestohlen haben

In New York soll eine Krankenschwester zwei Kreditkarten eines Patienten entwendet haben, der schwer an Covid-19 erkrankt war. Als sie damit an der Tankstelle bezahlte, flog der Betrug auf. Der Patient starb wenige Tage später.

Kreditkarten

Wegen Kreditkartendiebstahls drohen der Krankenschwester jetzt juristische Konsequenzen und der Jobverlust (Symbolbild)

Getty Images

Eine Krankenschwester aus einem New Yorker Krankenhaus wird beschuldigt, zwei Kreditkarten von einem ihrer Patienten gestohlen zu haben. Der 70-jährige Mann litt an einer schweren Covid-19-Erkrankung und starb wenige Tage nach dem Diebstahl, berichtet der US-amerikanische Sender CNN. Die Krankenschwester wurde von der Arbeit suspendiert und wird nun wegen Diebstahls angeklagt.

Wie die Tochter des Toten CNN berichtete, sei ihr aufgefallen, dass von der Kreditkarte ihres Vaters Geld abgebucht wurde, während er im Krankenhaus lag. Die Krankenschwester hatte die Karte benutzt, um an einer Tankstelle für Benzin und Lebensmittel zu bezahlen. Danach hatte sie die Kreditkarte offenbar wieder in das Portemonnaie zurückgelegt. "Ich war geschockt und konnte es nicht glauben", sagte Tara Capatano, die Tochter des Patienten. 

New York: Überwachungskamera überführt Krankenschwester

Der Diebstahl fiel erst zwei Wochen später auf, als der Patient bereits verstorben war. Bei der Zahlung sei sie misstrauisch geworden – einerseits, weil ihr Vater gerade um sein Leben kämpfte, andererseits, weil er normalerweise für solche Ausgaben stets mit Bargeld bezahlte. Da Besucher im Krankenhaus nicht zugelassen waren, kamen schnell lediglich die Angestellten der Klinik als Verdächtige in Frage. Anhand von Bildern einer Überwachungskamera konnte festgestellt werden, dass es sich um die Krankenschwester handelte, teilte die New Yorker Polizei mit.

"Ich habe meinen Vater ins Krankenhaus gebracht, damit man sich um ihn kümmert und hatte das Gefühl, dass es ein sicherer Ort ist", schrieb Capatano auf Facebook. "In einer Million Jahren hätte ich nicht gedacht, dass so etwas passieren würde."

Pflegerin wird vom Dienst suspendiert

Die 43-jährige Krankenschwester arbeitete nach Angaben des Krankenhauses seit 2007 in der Klinik. Ein Sprecher sagte, man arbeite eng mit den Ermittlungsbehörden zusammen und stelle eigene Nachforschungen an. Bis auf Weiteres sei die Pflegerin vom Dienst suspendiert worden.

Neben den Kreditkarten soll sie auch andere Dinge wie ein Handy, eine Sonnenbrille oder Geld aus dem Besitz des Coronavirus-Patienten gestohlen haben. Jetzt drohen der Krankenschwester juristische Konsequenzen sowie der Jobverlust.

Quellen: CNN / "USA Today" / Tara Capatano auf Facebook

epp