Kriminalitätsstatistik 660 weniger Straftaten am Tag


Die Innenminister Schäuble und Beckstein sind zufrieden: Laut Kriminalitätsstatistik ist die Zahl der Straftaten im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nur der Bereich 'Körperverletzung' kriegt die Kurve nicht nach unten.

Die Kriminalität geht zurück, die Aufklärungsquote steigt. Das geht aus der polizeilichen Kriminalstatistik 2005 hervor, die jetzt in Berlin vorgestellt wurde. Demnach ist die Zahl der erfassten Kriminalitätsfälle im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 6,39 Millionen zurückgegangen. Insgesamt wurden knapp 6,4 Millionen Straftaten registriert - rund 241.441 oder 660 am Tag weniger als 2004.

Die Aufklärungsquote sei laut Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble um ein knappes Prozent auf 55 Prozent gestiegen. Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU). erklärte Erfolgsrate mit dem Einsatz von DNA-Analysen, durch die auch länger zurückliegende Taten aufgeklärt würden. Allerdings " haben wir mehr Körperverletzungen, so Beckstein weiter. Auch die Zahl gefährlicher und schwerer Körperverletzungen sei gestiegen. Zugenommen haben auch die Betrügereien mit Waren- und Warenkrediten, vor allem über das Internet.

Rückgängig ist die Zahl der Ausländer unter den Tatverdächtigen, die dem Bericht zufolge nun bei 23 Prozent liegt. Weitere Rückgänge verzeichneten die Statistik, die zum größten Teil aus Angaben der Länder berechnet wird, bei Mord und Totschlag. Die Zahl dieser Straftaten sank gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent und liegt damit über 15 Prozent unter dem Wert von 1999. In diesem Bereich blieb die Aufklärungsquote mit 96,1 Prozent konstant hoch.

Schäuble nannte die Zahlen insgesamt "eine erfreuliche Entwicklung". Beckstein (CSU) sagte, die Verbrechensbekämpfung sei "in unserem Land effektiv", zudem gebe es ein Höchstmaß an Sicherheit in Deutschland.

DPA/Reuters DPA Reuters

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