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Ein Tod mit vielen Fragen: Siebenjähriger lag erwürgt in ihrer Badewanne - Pflegeoma steht vor Gericht

Vor vier Monaten fanden Eltern ihren Sohn im Hause einer Bekannten tot auf. Nun steht die 70-Jährige wegen Totschlags vor Gericht.

Absperrband der Polizei hängt vor dem Haus in Künzelsau, in dem ein Siebenjähriger tot aufgefunden wurde.

Absperrband der Polizei hängt vor dem Haus in Künzelsau, in dem ein Siebenjähriger tot aufgefunden wurde. Der Junge hatte hier bei einer Bekannten übernachtet.

DPA

Ende April wollte ein Vater in Künzelsau in Baden-Württemberg seinen siebenjährigen Sohn von einer Bekannten abholen, die als Pflegeoma regelmäßig auf den Jungen aufpasste. Am Ende fand er das Kind tot in der Badewanne der Frau, offenbar wurde es erwürgt. Vier Monate nach dem gewaltsamen Tod des Kindes ist Anklage gegen seine Kindersitterin erhoben worden.

+++ Einen ausführlichen Bericht über den Fall aus dem April finden Sie hier +++

Die heute 70 Jahre alte Frau steht im dringenden Verdacht, das Kind am 27. April getötet zu haben, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der dpa mit. Mordmerkmale wie Heimtücke oder Habgier lägen nicht vor, die Anklage für das Landgericht Heilbronn laute auf Totschlag. Die Frau hat sich demnach bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert.

Der Junge soll gern bei der Frau gewesen sein

Seit fünf Jahren wurde der Junge aus Künzelsau immer wieder von der Frau betreut. Des Öfteren habe er auch im Haus der Pflegeoma übernachtet, hieß es. Die Kindersitterin war zunächst nicht auffindbar, wurde am Abend aber nach einem Zeugenhinweis in dem 15.000-Einwohner-Ort festgenommen. Den Ermittlungen zufolge lebte sie allein, der Junge soll gern bei ihr gewesen sein. Die Eltern hätten großes Vertrauen zu ihr gehabt. einer Freundin zufolge soll sie das Kind "innig geliebt" haben.


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rös / dpa
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