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Lahore: Geiselnahmen und Tote bei Überfällen auf Gebetshäuser

Bewaffnete Überfallkommandos haben am Freitag in der pakistanischen Stadt Lahore in zwei Moscheen um sich geschossen und zahlreiche Menschen getötet. Die Angreifer würden mit Handfeuerwaffen schießen und Granaten werfen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP.

Bewaffnete Überfallkommandos haben am Freitag in der pakistanischen Stadt Lahore in zwei Moscheen um sich geschossen und zahlreiche Menschen getötet. Die Angreifer würden mit Handfeuerwaffen schießen und Granaten werfen, sagte ein hochrangiger Vertreter der Sicherheitskräfte der Nachrichtenagentur AFP. Nach Angaben der Behörden gab es bei dem Angriff auf eine der beiden Gebetshäuser der Ahmadi-Sekte mindestens 16 Tote und 28 Verletzte, die Opferzahl in der anderen Moschee sei noch nicht ermittelt, hieß es. In einer der Moscheen wurden auch Geiseln genommen worden.

Die Angreifer stünden auf dem Dach einer der Moscheen und lieferten sich ein Feuergefecht mit Polizisten, teilte die Polizei mit. Von dort seien sieben oder acht Verletzte ins Krankenhaus gebracht worden, sagte ein Sprecher der Rettungskräfte. In Lahore leben rund acht Millionen Menschen. Die Ahmadi-Sekte wird von den Hauptströmungen der pakistanischen Muslime verachtet.

Pakistan wird seit Jahren regelmäßig von Anschlägen erschüttert. In den vergangenen drei Jahren ereigneten sich etwa 400 Anschläge, mehr als 3300 Menschen starben dabei. Für die meisten Attentate werden islamistische Taliban oder Kämpfer des Terrornetzwerkes El Kaida verantwortlich gemacht.

AFP / AFP
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