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Mutiger 15-Jähriger aus Pennsylvania: Teenager rettet Fünfjährige aus Klauen ihres Entführers

15 Minuten lang verfolgte Temar mit dem Rad ein Auto. Darin: ein entführtes Mädchen. Irgendwann gab der Kidnapper auf - der 15-Jährige rettete die kleine Jocelyn und ist seitdem ein Held in den USA.

Ein junger Held, nicht nur im heimischen Lancaster: Temar Boggs, 15

Ein junger Held, nicht nur im heimischen Lancaster: Temar Boggs, 15

Der 11. Juli 2013 begann als normaler Sommertag in Lancaster, Pennsylvania. Temar Boggs, 15, half einer Nachbarin noch schnell, eine Couch zu verrücken, danach wollte er mit seinen Kumpels abhängen. Was Teenager eben so machen in den Schulferien. Doch dieser Tag sollte nicht enden, wie Teenagertage das normalerweise tun.

Denn plötzlich wurde es unruhig in der Nachbarschaft. Die Feuerwehr tauchte auf, Polizeiwagen, Kamerateams. Überall standen Leute herum und steckten ihre Köpfe zusammen. Grund für die Aufregung: ein kleines Mädchen wurde entführt. Die fünfjährige Jocelyn, die im Garten gespielt hatte. Ohne zu zögern, organisierte Temar mit seinem Freund Chris ein Suchkommando. "Wir fuhren mit unseren Rädern durch die Straßen, und ich hatte so eine Gefühl im Bauch, dass ich das Mädchen finden würde", sagte er dem Sender MSNBC. Er sollte Recht behalten.

Kurze Zeit später sah er einen Wagen, der seltsame Wendemanöver veranstaltete. Der in Sackgassen einbog, nur um sofort wieder umzukehren. Das kam Temar seltsam vor. Also fuhren er und Chris an das Auto ran, schauten rein und erkannten darin die kleine Jocelyn. Von da an, war ihnen klar, was zu tun ist. Sie lieferten sich eine wahre Verfolgungsjagd - soweit das zwischen einem Wagen und Rädern möglich ist. 15 Minuten lang fuhren die beiden Jungs neben und hinter dem Wagen her. "Ich schätze, das hat den Typen irgendwie verunsichert, jedenfalls ließ er die Kleine an einer Ecke plötzlich heraus", sagte Temar. Dann sei sie auf ihn zu gerannt und "wollte ganz schnell zurück zu ihrer Mama".

Plötzlich ein Held

Der Teenager schnappte sich das Mädchen und versuchte, sie auf seinem Fahrrad zurückzubringen. Was wohl nicht ganz so einfach war, weshalb er auf dem halben Weg das Rad Rad sein ließ und sie auf Händen trug.

Angst habe er bei der ganzen Aktion nicht gehabt. "Ich dachte nur: Rette das kleine Mädchen, sieh zu, dass alles gut wird." Kurz darauf übergab er Jocelyn an einen Feuerwehrmann. Seitdem ist Temar ein Held - nicht nur für die Familie des entführten Kindes, sondern im ganzen Land. Eine Rolle, die ihm nicht so richtig behagt. "Ich wollte keine große Sache daraus machen. Ich habe sie gerettet, weil ich einfach helfen wollte."

Sein Einsatz wird dennoch nicht ohne Folgen bleiben. Der Täter, ein 73-jähriger, polizeilich bekannter Kinderschänder, wird das Gefängnis nicht mehr lebend verlassen. Und als im fernen New York eine gewisse Mary O'Donnell von der Heldentat Temars und Chris' las, beschloss sie, eine Spendenaktion für die Jungs einzurichten. Damit die ihr Studium finanzieren können. Viele Bürger haben sich dem Aufruf angeschlossen. Innerhalb weniger Tage sind mehr als 20.000 Dollar zusammengekommen. Diesen Sommertag wird Temar nie wieder vergessen.

Liebe Leser, in der ersten Version dieses Artikels haben wir es bedauerlicherweise verpasst, darauf hinzuweisen, dass sich diese Geschichte bereits vergangenes Jahr zugetragen hat. Wir bitten dieses Versäumnis zu entschuldigen

Niels Kruse
Themen in diesem Artikel
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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