HOME

Schwere Kindesmisshandlung: Vater schüttelte Baby fast zu Tode – siebeneinhalb Jahre Haft

Er schüttelte seinen drei Monate alten Sohn so heftig, dass dieser nun mit irreparablen Hirnschäden auf einer Palliativstation liegt. Am Landgericht Hamburg erging nun das Urteil gegen den 27-jährigen Vater. 

Angeklagter Sascha K. sitzt im Gerichtssaal in Hmaburg

Sascha K. wurde wegen schwerer Misshandlung Schutzbefohlener und der schweren Körperverletzung schuldig gesprochen

Wegen schwerer Misshandlung seines drei Monate alten Sohnes hat das Hamburger Landgericht einen jungen Vater zu siebeneinhalb Jahren Haft verurteilt. Der 27-jährige Sascha K. aus Hamburg-Finkenwerder habe sich der schweren Misshandlung Schutzbefohlener und der schweren Körperverletzung schuldig gemacht, sagte der Vorsitzende Richter Ulrich Weißmann am Donnerstag bei der Urteilsverkündung.

Nach Überzeugung der Strafkammer schüttelte der Vater das Baby in der Nacht zum 29. April so heftig, dass es gravierende Hirnschäden erlitt. Das Kind ist seitdem schwerbehindert und liegt auf einer Palliativstation. Die Staatsanwaltschaft hatte eine Strafe von acht Jahren Haft gefordert, die Nebenklage mindestens zehn Jahre. Der Verteidiger hatte auf fünf Jahre Haft plädiert.

mod / DPA
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?