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Folgenreiche Behördenpanne Frist verstrichen: Landgericht Köln muss Mordprozess neu aufrollen

Außenaufnahme des Landgerichts Köln
Das Landgericht Köln spricht von einem "Rechenversehen", das zur Fristüberschreitung führte
© Marius Becker/DPA
Im August 2015 verurteilte das Landgericht Köln einen Mann wegen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Haftstrafe. Weil es anschließend versäumte, eine wichtige Frist einzuhalten, hob der Bundesgerichtshof das Urteil nun auf. 

Wegen eines Rechenfehlers des Landgerichts Köln muss ein Mordprozess komplett neu aufgerollt werden. Der Bundesgerichtshof (BGH) hob das Urteil aus dem August 2015 auf, weil das Gericht nach Prozessende eine wichtige Frist nicht einhielt. Der BGH-Beschluss wurde am Donnerstag veröffentlicht, das Landgericht bestätigte den Vorgang.

Die Frist, bis wann ein Urteil mit Stempel und Unterschrift bei den Akten sein müsse, berechne sich nach der Zahl der Verhandlungstage, sagte ein Kölner Gerichtssprecher der Deutschen-Presse Agentur. Dabei sei es zu einem "Rechenversehen" bei der zuständigen Kammer gekommen - die Frist wurde gerissen. Nun muss der Fall neu verhandelt werden.

Täter erschlug Bekannte und deren Mutter mit Beil

Das Landgericht hatte am 25. August 2015 einen Mann wegen Mordes und Totschlags zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Ihm war vorgeworfen worden, eine Bekannte und deren Mutter mit einem Beil erschlagen zu haben.

mod DPA

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