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Landgericht Wuppertal: Kassandra-Peiniger muss achteinhalb Jahre hinter Gitter

Der Peiniger der kleinen Kassandra aus Velbert ist zu einer Haftstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Wuppertal sprach den 15-jährigen Angeklagten am Mittwoch des versuchten Mordes für schuldig, wie ein Gerichtssprecher mitteilte.

Gut sieben Monate nach dem beinahe tödlichen Angriff auf die neunjährige Kassandra in Velbert hat das Wuppertaler Landgericht ihren 15-jährigen Peiniger zu achteinhalb Jahren Haft verurteilt. Das teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Der geständige Jugendliche hatte seinem Opfer den Ermittlungen zufolge mehrmals mit einem Stein ins Gesicht geschlagen und die lebensgefährlich Verletzte dann in einen 1,50 Meter tiefen Gully geworfen. Er sei verärgert gewesen, dass ihn Kassandra einmal verpetzt habe, berichtete der Justizsprecher.

Mit dem Urteil ging das Gericht noch über die Forderung der Staatsanwaltschaft hinaus. Sie hatte eine Jugendstrafe von 7 Jahren und zwei Monaten gefordert. Die Verteidiger hatten für eine fünfjährige Haftstrafe plädiert.

Das Martyrium der Neunjährigen hatte im Herbst bundesweit Entsetzen ausgelöst. Die Eltern hatten an jenem Montagabend gegen 21.00 Uhr die Polizei alarmiert, nachdem die damals Neunjährige nicht wie üblich gegen 18.00 Uhr von der Hausaufgabenbetreuung in Velbert-Neviges heimgekehrt war.

Ein Spürhund entdeckte das wimmernde Mädchen nach rund siebenstündiger Suche lebensgefährlich verletzt und stark unterkühlt in einem mit einem Deckel verschlossenen Kanalschacht. Starker Regen überflutete den Gully, so dass Kassandra zu ertrinken drohte.

APN/AFP
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