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Lebendig verbrannt: Mann tötet Freund wegen vier Flaschen Bier

Ein Australier soll einen Freund verprügelt, ihn in einen Kofferraum gesperrt, das Auto mit Benzin übergossen und schließlich angezündet haben. Der Grund: Sein Freund hat sein letztes Bier getrunken.

Von Ellen Ivits

Weil sein Freund die letzten vier Flaschen Bier ausgetrunken hat, soll ein Mann ihn bei lebendigem Leib verbrannt haben.

Weil sein Freund die letzten vier Flaschen Bier ausgetrunken hat, soll ein Mann ihn bei lebendigem Leib verbrannt haben.

Seit gestern steht Gary Stewart Miles wegen einem grausigen Mordverdacht vor einem australischen Gericht. Dem 40-Jährigen wird vorgeworfen, seinen Freund Paul John Stamp bei lebendigem Leib verbrannt zu haben, weil er sein letztes Bier getrunken hat. Er soll ihn im Kofferraum eines Autos eingesperrt, es mit Benzin übergossen und anschließend angezündet haben.

Dabei begann der Abend harmlos unter Freunden. Am 19. September letzten Jahres genoss Paul Stamp, 47, ein paar Bierchen mit seinen Freunden. Als das Bier zur Neige ging, verbot Miles seinem Freund die restlichen Flaschen anzurühren. Stamp trank trotzdem die letzten vier Flaschen.

Als Miles dies schließlich bemerkte, schlugen er und sein Freund Gregory Channing das Opfer nieder, brachen ihm acht Rippen und fügten ihm zahlreiche innere Verletzungen zu.

Mord oder Totschlag?

Schließlich zerrten die beiden Männer Stamp in einen Kofferraum und fuhren mit ihm in ein Industriegebiet. Doch unterwegs ging das Benzin aus. Die beiden Freunde fuhren per Anhalter zurück, um Benzin zu besorgen. Als sie zurückkamen, soll Miles vollkommen die Beherrschung verloren haben. Während er das Auto mit Benzin übergossen hat, soll er geschrien haben "Ich werde diesen Mistkerl umbringen". Das berichtete Channing in der Gerichtsverhandlung. Dann soll Miles das Auto angezündet haben.

Während Miles auf unschuldig plädiert, bekannte sich Channing schon im September der Körperverletzung und der Freiheitsberaubung schuldig. Laut seiner Aussage ist die Situation eskaliert. "Das letzte, was beabsichtigt war, war sein Tod", sagte er am Dienstag im Northern Territory Supreme Court. "Wir wollten ihm nur eine Lehre erteilen. Danach hätten wir vielleicht alle gelacht."

Die Verteidigung von Miles bezichtigt jedoch Channing, das Auto in Brand gesetzt zu haben. Stamp soll im Vorfeld respektlose Kommentare über die Brüste von Channings Freundin gemacht haben. Channing streitet jedoch ab, das Feuer gelegt zu haben, bei dem er selbst Verbrennungen im Gesicht und an den Schultern davongetragen hat.