Lebenslange Haft Urteil wegen tödlichem Holzklotzwurf ist rechtskräftig


Das Urteil wegen des tödlichen Holzklotzwurfs von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat am Mittwoch die Revision des zu lebenslanger Haft verurteilten Mörders Nikolai H. zurückgewiesen.

Das Urteil wegen des tödlichen Holzklotzwurfs von einer Autobahnbrücke bei Oldenburg ist rechtskräftig. Der Bundesgerichtshof hat am Mittwoch die Revision des zu lebenslanger Haft verurteilten Mörders Nikolai H. zurückgewiesen. Das Landgericht Oldenburg hatte den damals 31-Jährigen aufgrund von Indizien wegen Mordes und dreifachen Mordversuchs sowie wegen vorsätzlichen gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr schuldig gesprochen.

Am Ostersonntag, dem 23. März 2008, hatte er einen 5,9 Kilo schweren und 24 Zentimeter hohen Holzklotz von einer Brücke auf die A 29 fallen lassen. "Wie von ihm gewollt", so der BGH, durchschlug der Klotz die Windschutzscheibe eines Autos, das sich mit Tempo 130 bis 140 Stundenkilometern näherte. Auf dem Beifahrersitz starb die 33-jährige Olga K. aus Telgte (Nordrhein-Westfalen) vor den Augen ihres 36-jährigen Mannes und der sieben und neun Jahre alten Kinder.

Das Landgericht Oldenburg stützte sein Urteil am 20. Mai 2009 unter anderem auf Geständnisse, die der Angeklagte gegenüber Polizeibeamten und dem Ermittlungsrichter abgelegt, später aber widerrufen hatte. Demnach hatte der Drogensüchtige aus Frust darüber, dass er an dem Abend kein Heroin bekam, den Holzklotz geworfen. Nikolai H. legte Revision gegen das Urteil ein. Diese verwarf der Vierte Strafsenat des BGH als unbegründet.

APN APN

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