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Lederjacken-Mafia aus Neapel Mutmaßliches Camorra-Netzwerk in Hamburg zerschlagen


Die Masche war eher untypisch für die Mafia, aber äußerst lukrativ: Die Mitglieder eines mutmaßliches Netzwerk der italienischen Camorra in Hamburg haben gefälschte Lederjacken auf der Straße verkauft. Seit Dienstag ist damit Schluss: Die Polizei hat gleich mehrere Verdächtige verhaftet.

Die Polizei hat mehrere mutmaßliche Mitglieder der italienischen Camorra in Hamburg verhaftet. Gegen vier Personen zwischen 46 und 61 Jahren seien Haftbefehle vollstreckt worden, sagte eine Sprecherin der Polizei in Hamburg. Zeitgleich sei ein 22-jähriger Mittäter in Neapel verhaftet worden. Ihnen wird unter anderem gewerbs- und bandenmäßiger Betrug vorgeworfen, einigen auch Mitgliedschaft in einer ausländischen kriminellen Vereinigung.

14 Wohnungen und Häuser in Hamburg, Buchholz (Landkreis Harburg) und Neapel sind durchsucht worden. Rund zwei Lastwagenladungen an Beweismaterialien sind allein in Hamburg sichergestellt worden. Insgesamt ermitteln die Behörden gegen eine Tätergruppe von elf männlichen italienischen Staatsbürgern und zwei Italienerinnen. Die Gruppe soll sich vor allem auf den betrügerischen Verkauf von Lederjackenimitaten spezialisiert haben.

APN/AFP

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