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Lee Rigby Machetenmord-Opfer diente als Palastgardist


Die Attentäter von London suchten einen Soldaten als Opfer. Ihre Wahl fiel auf den 25-jährigen Lee Rigby, Vater eines kleinen Jungen, Palastgardist und Militärmusiker.
Von Matthias Brügge

Die Bilder vom Londoner Machetenmord sind noch präsent, da drängt ein Bild des Opfers nach vorn. Es zeigt den Soldaten Lee Rigby, das Opfer der bestialischen Mordtat von Woolrich. Lee Rigby war Soldat der britischen Armee, was ihm zum Verhängnis wurde, denn die Täter suchten einen Soldaten als Opfer. Rigby, der von seinen Freunden "Riggers" genannt wurde, hatte eine spezielle Aufgabe beim britischen Militär: Er war Trommler. Am späten Nachmittag bestätigte das Verteidigungsministerium in London die Identität des Getöteten.

Der 25-Jährige diente seit 2006 beim Royal Regiment of Fusiliers, einem Infanterieregiment. Rigby kam aus Middleton im Bezirk Greater Manchester. Nachbarn aus Langley, wo er aufwuchs, beschrieben ihn auf den Onlineseiten der BBC als "prima Kerl" und zeigten sich geschockt.

Rigby war leidenschaftlicher Schlagzeuger

Das Foto des 25-Jährigen in Paradeuniform macht im Internet die Runde. Auf Facebook legten Trauernde verschiedene Kondolenzseiten für Rigby an. Eine trägt den Titel "Lee Rigby - a british hero". Rigby diente in der Garde, die die königlichen Paläste in London bewacht und trug daher auch die berühmte rote Uniform mit der Bärenfellmütze.

Sein Vorgesetzter im Regiment, Lieutenant Colonel Jim Taylor, würdigte den Getöteten im "Guardian" als "entschlossenen und professionelle Soldaten", der "im Herzen des Trommler-Korps" gedient habe. Rigby war in Afghanistan, auf Zypern und in Deutschland eingesetzt. Neben seiner Aufgabe als Trommler diente er auch als Maschinengewehrschütze.

Unklar ist noch, ob Rigbys Mörder ihr Opfer gezielt aussuchten. Der 25-Jährige hinterlässt den zweijährigen Jack, von dessen Mutter er getrennt gelebt hatte.


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