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Leichen von acht Babys entdeckt: Französin gesteht die Tötung ihrer Säuglinge

Es war ein grausiger Fund: Ermittler hatten in einem Dorf in Nordfrankreich auf einem Hausgrundstück acht Babyleichen entdeckt. Jetzt hat die Mutter offenbar gestanden, die Säuglinge getötet zu haben.

Nach dem Fund von acht Babyleichen in Nordfrankreich hat die Mutter der Neugeborenen offenbar gestanden, die Säuglinge getötet zu haben. Sie habe für ihre Tat zunächst keinen Grund angegeben, berichtet die Zeitung "Le Parisien" unter Berufung auf Ermittler. Die 45-Jährige und ihr zwei Jahre älterer Ehemann sollen im Laufe des Tages dem Haftrichter vorgeführt werden.

Die neuen Bewohner des ehemaligen Hauses der Festgenommenen in Villers-au-Tertre hatten bei Bauarbeiten Plastiktüten mit zwei Babyleichen gefunden. Als die Ermittler die mutmaßlichen Eltern aufsuchten, gestand die Mutter dem Zeitungsbericht zufolge spontan die Tötung von sechs weiteren Babys. Deren Leichen fanden sich im Garten des neuen Hauses. Das Paar hat zwei erwachsene Töchter und zwei Enkelkinder.

Die Nachbarn der mutmaßlichen Eltern reagierten am Donnerstag fassungslos. Das etwa 45 Jahre alte Paar sei "freundlich, zuvorkommend und höflich", sagte eine Nachbarin. Der Mann arbeite im Baugewerbe, die Frau sei Krankenpflegerin. Der mutmaßlich Vater sei schon seit mehreren Jahren Mitglied im Gemeinderat, berichtete Bürgermeister Patrick Mercier. "Er ist ein respektabler Bürger." Dem Bürgermeister zufolge ist die Frau stark übergewichtig. Daher seien möglicherweise Schwangerschaften nicht aufgefallen. "Niemand hat etwas bemerkt."

Im März war eine Französin wegen der Tötung von sechs ihrer neugeborenen Kinder zu 15 Jahren Gefängnis verteilt worden. Die Frau hatte die Leichen in Plastiksäcken im Keller ihres Hauses in Valognes in Nordwestfrankreich versteckt. Sie wurde 2007 festgenommen, nachdem ihr damaliger Lebenspartner die toten Babys entdeckt hatte.

DPA/APN / DPA
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