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Leihmütter-Skandal in Thailand Dreizehnfacher Vater fordert Kinder zurück


Ein Japaner hat in Thailand dreizehn Babys von Leihmüttern austragen lassen. Die Polizei ermittelt wegen Verdachts auf Menschenhandel und gab die Kinder in ein Heim - nun will der Vater sie zurück.

Der sonderbare Fall eines wohlhabenden Japaners, der von Leihmüttern in Thailand mindestens neun Babys zur Welt bringen ließ, ist um eine Wendung reicher. Der 24-Jährige habe die Behörden des südostasiatischen Landes darauf verklagt, ihm die Kinder zu übergeben, berichtete die Zeitung "Bangkok Post". Die Jungen und Mädchen befinden sich derzeit in der Obhut eines Heimes.

Der Fall war im Sommer 2014 ans Licht gekommen und hatte weltweit für Schlagzeilen gesorgt. In einer Wohnung in Bangkok hatte die Polizei damals neun Babys mit Kindermädchen entdeckt. Letzten Freitag fand die thailändische Polizei nun noch vier weitere Babys. Insgesamt wurden nun 13 Kinder bei dem japanischen Geschäftsmann gefunden. DNA-Tests ergaben, dass der Japaner der Vater ist. Den Ermittlungen zufolge hatte er die Kinder mit Hilfe von Eizellenspenderinnen künstlich gezeugt und Leihmütter dafür bezahlt, sie auszutragen. "Das Beste, was ich für die Welt tun kann, ist viele Kinder zu hinterlassen", soll der Mann einer Leihmutter-Vermittlung gesagt haben.

Nach dem Fund war er nach Japan geflohen. Die thailändische Polizei leitete Ermittlungen wegen Menschenhandels ein. Thailand hatte nach diesem Fall kommerzielle Leihmuttergeschäfte per Gesetz verboten. Auslöser war auch der Skandal um ein australisches Paar gewesen: Es hatte Gammy, einen Jungen mit Down-Syndrom und Herzfehler, bei der Leihmutter zurückgelassen und nur dessen gesunde Zwillingsschwester mit in die Heimat genommen.

jube/DPA DPA

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