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Leipzig: Buttersäureanschlag auf Wohnung von Sachsens Justizminister

Auf die Privatwohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) in Leipzig haben Unbekannte mit Steinen mehrere Fensterscheiben zerstört und anschließend Behälter mit Buttersäure hineingeworfen.

Auf die Wohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow von der CDU wurde ein Anschlag verübt

Auf die Privatwohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow von der CDU wurde ein Anschlag mit Buttersäure verübt

Unbekannte haben einen Anschlag auf die Privatwohnung des sächsischen Justizministers Sebastian Gemkow (CDU) in Leipzig verübt. Mehrere Täter warfen in der Nacht zum Dienstag mit Pflastersteinen mehrere Fensterscheiben der Wohnung ein, wie ein Polizeisprecher in Leipzig sagte.

Anschließend versuchten sie, Behälter mit Buttersäure durch die zerstörten Fenster in die im Hochparterre gelegenen Wohnung zu werfen. Zeugen sahen mehrere schwarz gekleidete Menschen weglaufen.

Zum Zeitpunkt des Anschlags hielten sich Gemkow, seine Frau und seine beiden Kinder in der Wohnung auf. In einer ersten Reaktion sprach Gemkow am Dienstag von einem "Angriff auf den Rechtsstaat als Ganzes". "Der Rechtsstaat wird aber längeren Atem haben als diejenigen, die ihn bekämpfen", erklärte Gemkow, der seit über einem Jahr Justizminister in Sachsen ist. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Parteiübergreifend wurde der Anschlag verurteilt

Die CDU-Fraktion im sächsischen Landtag nannte die Tat "ekelerregend, abstoßend und an krimineller Energie kaum mehr zu überbieten".

Auch die SPD zeigte sich "bestürzt und entsetzt". Die Bedrohungen von Politikern in Sachsen hätten mit dem Anschlag "eine traurige, neue Qualität erreicht", erklärte der SPD-Fraktionschef Dirk Panter. "Wer vermeintlich politisch motiviert eine Familie gewaltsam angreift, Angst und Schrecken verbreitet, handelt zutiefst menschenverachtend." Man werde sich aber durch solche Angriffe nicht einschüchtern lassen.

Gemkows Kabinettskollegen von der SPD, Wirtschaftsminister Martin Dulig, Integrationsministerin Petra Köpping und Wissenschaftsministerin Eva Maria Stange, sprachen von einem "feigen nächtlichen Angriff". Es gebe "absolut keine Rechtfertigung für Gewalt".

Neuer Tiefpunkt politischer Unkultur in Sachsen

Auch die Linkspartei und die Grünen verurteilten die Tat. Dieser Anschlag sei "Terror pur und verdient nur eine Antwort: Verachtung, Verfolgung und Verurteilung", erklärte Rico Gebhardt, Vorsitzender der Linksfraktion im Landtag. Der Anschlag sei zugleich "ein neuer Tiefpunkt politischer Unkultur in Sachsen". Angesichts zahlreicher Angriffe auf Asylunterkünfte, Flüchtlingshelfer, Journalisten und Polizisten sowie einer Serie von Zerstörungen an Abgeordneten- und Partei-Büros seien längst alle Grenzen überschritten. Die Grünen im Landtag nannten die Tat "abscheulich". Das Eindringen der Täter in die Privatsphäre der Familie sei "besonders perfide".


hev / DPA
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
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