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Fall einer Joggerin: Vergewaltigung in Leipzig: Opfer kann noch nicht aussagen - Polizei hat erste Hinweise auf Täter

Die Vergewaltigung einer über 50-jährigen Joggerin in Leipzig hat nicht nur die Polizei auf den Plan gerufen. Noch bevor es einen Verdächtigen gibt, fordern Politiker Konsequenzen wegen der Tat.

Ein Vergewaltigungsfall sorgt für Entsetzen in Leipzig

Nach dem brutalen Überfall auf eine Joggerin in Leipzig fordert der Oberbürgermeister der Stadt mehr Polizeipräsenz. "Die Antwort des Staates auf diese unfassbare Tat und vorangegangene Übergriffe muss sein: Mehr Polizisten auf den Straßen und in den Parks, wie ich es seit Jahren fordere", sagte Burkhard Jung (SPD) der "Bild"-Zeitung. "Wir alle möchten in einer Stadt leben, in der ganz selbstverständlich Frauen auch alleine im Park joggen können, in der sich alle sicher bewegen können. Und dafür brauchen wir sichtbar mehr Polizei."

Noch keine heiße Spur nach Vergewaltigung

Ein Mann hatte am Donnerstagmorgen eine über 50 Jahre alte Joggerin in einem Park in der Nähe des Zoos überfallen, zusammengeschlagen und vergewaltigt. Die Frau kam ins Krankenhaus und musste notoperiert werden.

Eine heiße Spur, die zu dem Täter führen könnte, hat die Polizei nach eigenen Angaben bislang nicht. Es seien zwölf Hinweise eingegangen, die geprüft würden, sagte ein Sprecher. Die vergewaltigte Frau könne immer noch nicht vernommen werden und sei weiter in medizinischer Behandlung, sagte der Sprecher. Nach einer ersten Täterbeschreibung sucht die Polizei nach einem etwa 25 bis 35 Jahre alten Mann "südländischen Typs" mit dunklen Haaren und kurzem ungepflegten Bart.

Zusammenhang mit anderen Taten?

Die Ermittler gingen derzeit weiter dem Verdacht nach, dass der Überfall auf die Frau in Zusammenhang mit weiteren ähnlichen Fällen stehe, sagte der Sprecher. Vor drei Wochen hatte am frühen Morgen ein Unbekannter in dem Park einer Joggerin von hinten in den Schritt gefasst. Eine 82-Jährige wurde kurz darauf zu Boden gebracht. Beide Frauen seien nicht verletzt und nicht bestohlen worden. Es könne sein, dass der Täter gestört worden sei, bevor Schlimmeres passierte.

Die AfD schlug als Reaktion auf die Vergewaltigung vor, Mädchen und Frauen bundesweit kostenfreie Selbstverteidigungskurse anzubieten. Die Polizei hatte Joggerinnen geraten, den Blick zu schärfen und aufzupassen.

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tkr / DPA
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