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Lippstadt: Frau stirbt nach Kosmetikbehandlung

Eine 30-jährige Frau ist möglicherweise an einer Kosmetikbehandlung verstorben. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen die Inhaberin eines Lippstädter Kosmetiksalons, die ein verschreibungspflichtiges Medikament falsch gespritzt haben soll.

Weil sie die Vene traf, statt das Betäubungsmittel nur unter die Haut zu spritzen, hat eine Kosmetikerin möglicherweise versehentlich ihre Kundin getötet

Weil sie die Vene traf, statt das Betäubungsmittel nur unter die Haut zu spritzen, hat eine Kosmetikerin möglicherweise versehentlich ihre Kundin getötet

Nach einer Schönheitsbehandlung bei einer Kosmetikerin ist eine 30-jährige Frau ins Koma gefallen und gestorben. Bei der Behandlung war die Frau mit einem verschreibungspflichtigen Medikament betäubt worden, wie der Sprecher der Paderborner Staatsanwaltschaft, Horst Rürup, sagte. Gegen die 42-jährige Inhaberin des Lippstädter Kosmetikstudios ermittle man nun wegen fahrlässiger Tötung.

Kosmetikerin spritzte in die Vene

Das besagte Medikament werde normalerweise unter die Haut injiziert, sagte Rürup. Nach den vorläufigen Ergebnissen der Obduktion sei in diesem Fall aber eine Vene getroffen worden und das Mittel in die Blutbahn der 30-Jährigen gelangt. Diese erlitt einen Kreislaufschock und wurde sofort ins Krankenhaus gebracht, wo sie intensivmedizinisch behandelt wurde und eine Woche lang im Koma lag. Der Vorfall ereignete sich laut Rürup am 15. Januar, am 22. Januar verstarb die Frau.

Zweifel an legaler Medikamentenverwendung

Rürup sagte, man werde nun klären, ob die Kosmetikerin überhaupt eine solche Spritze geben durfte: "Wir müssen sehen, ob sie dazu überhaupt befugt ist." Nach einer ersten Information des örtlichen Gesundheitsamtes seien dazu nur Ärzte berechtigt. Überdies sei zu untersuchen, ob die Spritze fachgerecht gegeben worden sei. "Und wir müssen herausfinden, wie die Frau überhaupt an das verschreibungspflichtige Medikament gelangt ist." Bislang habe sich die Kosmetikerin dazu noch nicht geäußert.

AP / AP
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?