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Villa in Los Angeles: Saudi-Prinz soll Frau zum Oralsex gezwungen haben - mehr Missbrauchsfälle möglich

Einem saudi-arabischen Prinzen wird vorgeworfen, eine Frau auf seinem Anwesen sexuell missbraucht zu haben. Nachdem der 28-Jährige vorläufig festgenommen wurde, kam er auf Kaution wieder frei. Nun meldeten sich weitere mutmaßliche Opfer.

Luftaufnahme des Prinz-Anwesens in Beverly Hills

Auf diesem Anwesen in Beverly Hills soll es zu den sexuellen Übergriffen gekommen sein

Die Polizei von Los Angeles hat einen saudiarabischen Prinzen unter dem Verdacht festgenommen, eine Frau in seinem Anwesen in Beverly Hills sexuell missbraucht, geschlagen und bedroht zu haben. Der 28-Jährige sei am Mittwoch aufgrund von Zeugenaussagen festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur AFP. 

Nach Informationen der "Los Angeles Times" soll der Prinz die Frau zum Oralsex gezwungen haben. Zeugen berichteten demnach, dass eine verletzte Frau verzweifelt um Hilfe gerufen habe, während sie versuchte, über die Mauer des Anwesens zu fliehen. Nach einer Nacht im Gefängnis wurde der 28-jährige Prinz am Donnerstag gegen eine Kaution von 300.000 Dollar (knapp 269.000 Euro) vorläufig freigelassen.

Weitere Opfer melden sich bei der Polizei

Im Zuge der Ermittlungen sollen sich laut übereinstimmenden Medienberichten inzwischen weitere Frauen gemeldet haben, die dem Prinzen ebenfalls sexuellen Missbrauch vorwerfen. Dem Bericht der "Los Angeles Times" zufolge haben drei von ihnen Anzeige gegen den 28-Jährigen eingereicht, nachdem er sie über mehrere Tage misshandelt und missbraucht haben soll. Von Montag an und bis zu seiner Festnahme am Mittwoch soll sich der Prinz demnach "extrem", "abscheulich" und "widerwärtig" verhalten haben. In einem Bericht der Nachrichtenseite "The Daily Beast" war sogar von vier weiteren Opfern die Rede.

Unterdessen wurde für den 19. Oktober eine Gerichtsanhörung angesetzt. Bei einer Verurteilung drohen dem Prinzen bis zu acht Jahre Haft und eine Geldstrafe in Höhe von 10.000 Dollar. Das US-Außenministerium erklärte, es deute nichts darauf hin, dass der Prinz diplomatische Immunität genieße.

mod mit AFP