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Ludwigsfelde: Ex-Bürgermeister wegen Mordes verurteilt

Heinrich Scholl war ein angesehener Kommunalpolitiker, doch dann wurde seine Frau tot im Wald aufgefunden. Nun hat das Landgericht Potsdam im Mordprozess gegen den Ex-Bürgermeister ein Urteil gefällt.

Der frühere Bürgermeister der Stadt Ludwigsfelde am Südrand von Berlin, Heinrich Scholl, ist wegen Mordes zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Das Landgericht Potsdam sprach ihn schuldig, seine Ehefrau im Dezember 2011 umgebracht zu haben. Es folgte damit der Forderung der Staatsanwaltschaft.

Der 70-Jährige war angeklagt, seine Ehefrau bei einem Waldspaziergang heimtückisch erdrosselt zu haben. Scholl, einst angesehener und beliebter Kommunalpolitiker, hatte bis zuletzt seine Unschuld beteuert. Seine Verteidiger hatten auf Freispruch plädiert.

DNA-Spuren und kein Alibi

Der Angeklagte hat kein Alibi - und am Tatort wurden DNA-Spuren von Scholl gefunden. Motiv für das Tötungsdelikt waren nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft Eheprobleme. Nach gut sechs Monaten Verhandlung hatte das Landgericht Potsdam am 19. April die Beweisaufnahme nach 29 Verhandlungstagen beendet. Mit Hilfe von rund 100 Zeugen versuchte das Schwurgericht, den Fall zu klären. Ursprünglich war schon eine Entscheidung für Ende Februar angedacht.

tkr/DPA / DPA