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Lübeck zittert: Kampfkater Eddie, der Schrecken der Fußgänger

Lübeck zittert vor Hauskater Eddie. Drei Fußgänger soll er mit seinen Krallen verletzt haben. Jetzt ermittelt die Polizei gegen die Besitzerin des "Kampfkaters". Doch kann die überhaupt zur Rechenschaft gezogen werden?

Eine Katze, die eine kleine wehrlose Maus angreift

Hauskater Eddie setzt versetzt in einer kleinen Straße der Hansestadt die Anwohner in Angst und Schrecken (Symbolfoto)

ist eine typische Stadt im Norden Deutschlands: Hübsches Fachwerk, viele Altbauten, am Wasser gelegen und vor allem ruhig. Doch diese Ruhe ist jetzt in Gefahr. Denn ein Kater versetzt in einer kleinen Straße der Hansestadt die Anwohner in Angst und Schrecken: Eddie.

Der getigerte Hauskater schlug schon mehrfach zu. Innerhalb eines Jahres soll er drei Fußgänger angegriffen haben. Sein letztes Opfer, ein Familienvater, erzählte jetzt der "Hamburger Morgenpost" von dem Vorfall: "Ich wollte meine Tochter zur Kita bringen und ging mit ihr und unserem Jack-Russell-Terrier zum Auto. Plötzlich rannte ein kräftiger Kater auf uns zu, krallte sich an meiner Wade fest. Ich schüttelte mein Bein, aber er sprang mich ein zweites Mal an."

Besitzerin wegen fahrlässiger Körperverletzung angezeigt

Vor allem sein Kind soll sich fürchterlich erschreckt haben. Deswegen zeigte der 34-jährige Mann Tanja T., die Halterin von Eddie, an. Der Vorwurf: fahrlässige . Im Polizeischreiben heißt es: "Die Verletzungen mussten ärztlich behandelt werden. Es dauerte drei Tage, bis der Geschädigte schmerzfrei war."

Bereits im vergangenen Jahr soll Eddie zwei weitere Personen, die jeweils einen Hund dabei hatten, angegriffen haben. Tanja T. ist von den Vorwürfen schockiert und verteidigt ihren Eddie: "Katzen liegen gerne unter den Autos, Kleinhunde können sie sehen und bellen sie an – dann fühlen sie sich bedroht. Da sollte der Besitzer den Hund einfach von der Leine lassen und nicht selbst gegen Katzen kämpfen."

Auch die Nachbarn nehmen den Hauskater in Schutz: "Meine Kinder und ich wurden schon von Hunden angegriffen, es wär schön, wenn Eddie da mal durchgreift. Aber er ist ein lieber Kater", sagt Anne O.

Muss der Besitzer für sein Haustier haften?

Wenn der Familienvater jetzt nachweist, dass Eddie die Körperverletzung verursacht hat, muss Tanja T. Schmerzensgeld zahlen. Laut dem "Bürgerlichen Gesetzbuch" haftet der Tierhalter grundsätzlich. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihm ein persönlicher Verschuldensvorwurf gemacht werden kann.

 

rpw