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Prozessauftakt in Lübeck: Messerattacke im Linienbus – Anklage wegen 48-fachen versuchten Mordes

Er soll in einem Lübecker Linienbus zwölf Menschen verletzt haben und wollte laut Anklage fast 50 töten – ein halbes Jahr nach der Messerattacke in Lübeck beginnt der Prozess gegen einen 34-jährigen Deutsch-Iraner.

Linienbus in Lübeck mit Polizei und Rettungskräften

Bei der Messerattacke in dem Lübecker Linienbus wurden im Juli zwölf Menschen verletzt, angeklagt ist ein 34-Jähriger

DPA

Vor dem Lübecker Landgericht hat am Vormittag der Prozess gegen einen 34 Jahre alten Deutsch-Iraner begonnen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm versuchten Mord in 48 Fällen vor.

Die ihm zur Last gelegte Tat sorgte im vergangenen Juli für Entsetzen: Am Mittag des 20. Juli, ein sonniger Freitag, ist ein Linienbus in Lübeck auf dem Weg vom Hauptbahnhof in den Stadtteil Travemünde an der Ostsee. Dort soll am Abend die Travemünder Woche, eine Regatta-Veranstaltung mit Volksfest und Zehntausenden erwarteten Besuchern starten. Um 13.47 Uhr geht ein Notruf bei der Polizei ein. Im Stadtteil Kücknitz soll es einen "Vorfall" gegeben haben, teilen die Beamten kurz darauf mit. Streifen- und Rettungswagen rasen heran, die Einsatzkräfte finden eine blutige Szenerie vor. 

Messerattacke in Lübecker Linienbus

Ein Fahrgast hat in dem Bus wahllos mit einem Messer um sich gestochen und versucht, das Fahrzeug in Brand zu setzen. Insgesamt 12 Menschen werden verletzt, ein junger Mann kommt mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus.

Dass es nicht weitaus schlimmer gekommen ist, ist möglicherweise dem Busfahrer und drei Passagieren zu verdanken. Der Fahrer berichtete seinerzeit "Lübecker Nachrichten", dass plötzlich zwei Frauen gerufen hätten: "Feuer, Feuer! Hier ist ein Psycho!" Er sieht die Flammen im Rückspiegel, stoppt den Bus geistesgegenwärtig auf der Travemünder Landstraße und öffnet die Türen, sodass die Fahrgäste aus dem Bus flüchten konnten. Drei Fahrgäste zeigen Courage und können den Messerstecher überwältigen und an die Polizei übergeben. (Lesen Sie dazu hier im stern: "Die Helden von Lübeck: Wie vier Männer Schlimmeres verhinderten".)

Der Horror ist vorbei – und doch bleibt Verunsicherung, denn zunächst können die Ermittler auch einen Terror-Hintergrund nicht ausschließen. Die Sicherheitsmaßnahmen für die Travemünder Woche werden überprüft, die Eröffnungsfeier fällt kleiner aus als geplant. Erst spät am Abend schließt die Staatsanwaltschaft politische Motive für die Tat aus.

Der nun für die Messerattacke angeklagte 34-jährige Deutsch-Iraner leidet nach einem Gutachten an paranoider Schizophrenie und handelte womöglich im Wahn. Ins Gefängnis muss er im Falle einer Verurteilung daher nicht. Im Prozess geht es um die mögliche Unterbringung des Beschuldigten in der Psychiatrie. Das Urteil soll Mitte März fallen.

Bei der Gewalttat in dem Lübecker Bus sind mehrere Menschen verletzt worden

Quellen: "Lübecker Nachrichten"

mit DPA-Material
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.