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Er flog durch Elektriker auf Schweizer Priester soll jahrelang eine Frau in seiner Wohnung versteckt haben

Der Kragen eines Priesters
Die Polizei observierte den Priester, weil er Handwerkern und Elektrikern den Zugang zur Wohnung verweigerte (Symbolfoto)
© Getty Images
Ein Priester im schweizerischen Lugano soll jahrelang eine Frau gegen ihren Willen in seiner Wohnung versteckt haben. Er flog erst auf, als ihm der Strom abgestellt wurde.

Dieser Beitrag erschien zuerst an dieser Stelle auf RTL.de 

Was spielte sich zwölf Jahre lang hinter den Mauern des Pfarrhauses von San Lorenzo in Lugano ab? Laut mehreren Medienberichten soll ein Priester dort zwölf Jahre lang eine Frau aus Finnland versteckt haben. 

Offenbar wurde die Finnin gegen ihren Willen dort festgehalten. Laut dem Schweizer Nachrichteportal "Blick.ch" wurde die 48-Jährige verwahrlost in der verdreckten Wohnung des Geistlichen gefunden.

Priester flog auf, weil der Strom abgedreht wurde

Niemand in der schweizerischen Stadt will etwas von der Misere der Frau gewusst haben. Das Ganze flog laut "Blick.ch" nur auf, weil der Priester Handwerkern und Elektrikern den Zugang zur Wohnung verweigerte, obwohl die Elektrik im Haus erneuert werden musste. Aus Sicherheitsgründen wurde dem Bericht zufolge der Strom in der Wohnung abgedreht – und die Behörden alarmiert.

Laut dem Nachrichtenportal begann die Polizei dann damit, die Wohnung zu observieren. Am vergangenen Freitag dann schließlich der Zugriff: Die Räume der Wohnung seien zugemüllt gewesen, es habe übel gerochen. Überall in der Wohnung sollen sich Pakete gestapelt haben. Mitten in diesen schrecklichen Zuständen soll die Finnin gefunden worden sein – "verdreckt und in verwahrlostem Zustand", so der Bericht. 

Büro und Wohnung des Priesters aus Lugano durchsucht

Nach der Durchsuchung von Büro und Wohnung des Priesters soll die Polizei einige Computer und Unterlagen beschlagnahmt haben. Die Kantonspolizei Tessin bestätigte die Ermittlungen gegen einen emeritierten Priester wegen Freiheitsberaubung, Nötigung, Körperverletzung und pflichtwidrige Unterlassung. Der 80-Jährige wurde mittlerweile aus der Untersuchungshaft entlassen, die Ermittlungen laufen aber weiter.

Die Frau sei in eine geschützte Einrichtung gebracht worden, heißt es. Sie und der Priester sollen sich laut "Blick.ch" beim Onlineunterricht kennengelernt haben. Zunächst sei sie als Hausdame in die Stadt in der Schweiz gekommen. Wie das Verhältnis schließlich so ausarten konnte, sei unklar.

RTL.de

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