HOME

Lustige Briefe an die Eltern: Die Welt, wie Kinder sie sehen

Kindermund tut Wahrheit kund. Dinge, die Erwachsene insgeheim noch denken, aber nie aussprechen würden, verkünden Kinder noch klar und direkt. Eine Sammlung kindlicher Weisheit.

Von Gernot Kramper

Kinder sehen die Welt mit ihren eigenen Augen. Manchmal sprechen sie ihre Sicht der Dinge auch aus. Wir Erwachsenen halten dann meistens einen Moment in unseren Gedanken und Beschäftigungen inne. Denn diese etwas andere Perspektive erschüttert auf subtile Weise unsere eigene Weltsicht.

Meistens gehen diese Perlen der Kinderweisheiten verloren, nur bei Briefen an die Zahnfee, den Weihnachtsmann oder auch an die Eltern bleiben sie erhalten. Die Seite "Distractify" hat die schönsten Fundstücke aus dem Netz zusammengetragen. Fast alle Briefe sind lustig - aber nicht alle. Auf den zweiten Blick zeigen selbst die spaßigen Notizen, auf welche Weise Kinder versuchen, sich in der Welt der Erwachsenen zu behaupten. Wer noch genauer hinschaut, erkennt, dass Mutter und Vater ihren Kindern einiges zumuten. Manches Mal bemerken sie es nicht einmal.

Skurrile Liebeserklärung:

"Liebe Mami,

ich danke dir, dass du meine Mutter bist. Wenn ich eine andere Mutter hätte, würde ich ihr ins Gesicht schlagen und danach würde ich dich suchen.

In Liebe Brooke."

Rebellion im Kinderzimmer:

"Ich werde dich nicht mehr lieben, wenn du mich zwingst, mein Zimmer aufzuräumen!"

Trauriger Daddy:

"Lieber Dad,

ich bin so froh, dass ich und Isaac bei dir sind! Ich und Isaac vermissen dich! Ich hoffe, dass du und Mami wieder zusammenkommen! Aber das wird nicht geschehen! Weil meine Mami dich nicht mag."

Peinliche Enthüllung:

"Meine Mami trinkt gern Wein."

Wenn Wünschen nicht mehr hilft:

"Lieber Weihnachtsmann,

du solltest dieses Jahr lieber mein Pony mitbringen. Oder es wird Konsequenzen geben!"

Ein Rächer:

"Als ich acht Jahre alt war, hat der Hund der des Nachbarn immer seinen Haufen in meinem Garten gemacht. Eines Tages habe ich dann einen Haufen bei ihm gemacht!"

Ungerechtigkeit:

"Ich laufe von euch weg, weil ihr denkt, ich habe gepupst. Aber ich war es nicht. PS: Ihr seid gemein"

Missverständnis:

"Lieber Gott,

danke für meinen kleinen Baby-Bruder, aber eigentlich habe ich nur gebetet, weil ich ein Hündchen haben wollte.

Joyce"

Verschandelung:

"Mami, Papi,

ich liebe euch, aber ihr könnt mir nicht die Haare abschneiden. Wenn ihr das macht, werde euch niemals vergeben. Ich liebe meine Haare und ich glaube, ihr liebt mich nicht genug, um mal anzufangen, das zu tun, was ich möchte!"

Mein Herz (Gesprungen)

Eimer für meine Tränen"

Geldsorgen:

"Liebe Zahnfee,

Ich habe meinen Zahn am 23 Oktober verloren. Inzwischen ist schon der 12. November. Ich habe den Zahn in der Pizza verloren. Zwei Stück an einem Tag! Du schuldest mit also 1,00 Dollar. Ich will nicht drängeln, aber ich brauche das Geld

Annisa"