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Mädchen mit 53-Jährigem auf der Flucht: Eine verhängnisvolle Beziehung

In einem Chat lernt die 13-jährige Maria einen 53-Jährigen kennen und verschwindet mit ihm. Freunde beschreiben den Mann als tollen Familienvater, seine Ehefrau zeigte ihn jedoch wegen Pädophilie an.

Von Lisa Rokahr

Bernhard war der beste Kamerad, den ich mir vorstellen kann", sagt Volker Marsch, Bezirksvorsitzender der Republikaner in Ostwestfalen-Lippe. In der Partei war auch Bernhard Haase jahrelang engagiert. "Bis er sich vor einigen Jahren plötzlich zurückzog, von einem Tag auf den anderen." Sein Enkelkind sei am plötzlichen Kindstod verstorben. "Er sagte mir mal, er käme über den Tod nicht hinweg." Es mache ihn sprachlos, dass sein Parteifreund nun wegen Missbrauchs gesucht werde. "Eine Bilderbuchfamilie!" Bernhard sei doch immer der vorbildliche, etwas biedere Familienvater gewesen. Zweimal fragt Marsch nach, ob sich die Polizei nicht irre, ob Haase vielleicht einfach nur mit einer seiner Töchter unterwegs sei.

Aber das ist er nicht. Bernhard Haase ist seit Mai mit der 13-jährigen Maria Henselmann verschwunden. Vergangenes Jahr hatte er sich, getarnt als als 14-jähriges "Karlchen", an das Mädchen in einem Internetchat herangemacht. Zuletzt wurden die beiden im Juli in Polen gesehen.

Chatten ist nicht strafbar

Das Bild der Familienidylle, wie von Freund Marsch beschrieben, ist fraglich. Vergangenes Jahr loggte sich die Stieftochter von Haase unter einem Pseudonym in den Chat mit Maria ein. "Maria, Du hast keine Ahnung, was wir schon gelitten haben", warnt sie das Mädchen, so erinnert sich Marias Mutter an die Worte im Chatprotokoll. Haases Stieftocher weist sie darauf hin, dass "Karlchen" ein erwachsener Mann sei – und pädophil. Maria schaltete auf stur. Kein Platz für Vernunft inmitten der Schwärmerei eines jungen Mädchens.

Nicht nur die Tochter warnte Maria, vor einem Jahr war es Haases eigene Ehefrau, die den Chat auf dem Computer entdeckte und ihren Mann kurzerhand anzeigte. Polizei und Staatsanwaltschaft Detmold ermittelten wegen des Verdachts des sexuellen Missbrauchs. Doch die Ermittlungen verliefen im Sande. "Es las sich, als wenn sich die Kleine in den Mann verliebt hat, es war eine Schwärmerei", sagt Christopher Imig, Sprecher der Staatsanwaltschaft. Ein Polizeibeamter, der die Nachrichten ebenfalls kennt, spricht sogar von einem "sexuellen Hintergrund": "Die beiden sprachen sehr offen darüber, was man miteinander anstellen könnte – aber einen Hinweis darauf, dass bereits etwas passiert ist, gab es nicht." Und die Kommunikation zwischen einem Kind und einem Erwachsenen an sich ist nicht strafbar, erklärt Imig. "Das Mädchen belastete den Mann in ihren Aussagen natürlich nicht."

Auf Haases Computer fand man jedoch auch das Foto eines sehr jungen Mädchens, oben ohne. Es war jedoch nicht Maria, und es war strafrechtlich nicht relevant. Das Mädchen auf dem Foto war erkennbar älter als 14 Jahre. "Kinderpornografie ist es, wenn eine sexuelle Tätigkeit zu sehen ist", sagt Imig. "Das einzelne Bild eines halbnackten Mädchens auf einem Computer sagt gar nichts, wir können es nur als Hinweis werten, dass da noch mehr ist." Aber mehr war da nicht auf Haases Computer.

Die Staatsanwaltschaft musste das Verfahren einstellen. "Uns blieb nur die Möglichkeit, die Mutter darauf hinzuweisen, dass sich etwas anbahnen könnte."

Polizei fahndet international

Die Warnung allerdings kam zu spät. Denn längst hatte sich etwas "angebahnt". Haase hatte das Mädchen in Freiburg heimlich besucht. Als die Verbindung aufflog, sah es einige Zeit so aus, als würde Maria den Kontakt abbrechen, hatte "Karlchen" doch ausgehende graue Haare, Bauch und Brille. Mittlerweile ist aber unklar, ob die Verbindung je unterbrochen war. Die Polizei Freiburg ermittelt, sie geht noch immer davon aus, dass sich die beiden im Ausland, wahrscheinlich in Osteuropa aufhalten. "Theoretisch könnten sie aber in jedem Land sein, daher fahnden wir international", sagt Sprecherin Laura Riske.

Bis zum Mai dieses Jahres war Bernhard Haase immer wieder in Freiburg. Auch einige von Marias Freundinnen wussten von der Beziehung, sollen sie sogar gedeckt haben. So auch am Abend des 4. Mai. Da will Maria angeblich bei einer Freundin übernachten. Als die Mutter sie wie vereinbart zwischen 21 und 22 Uhr auf dem Handy erreichen will, ist sie nicht da. Als Maria endlich zurückruft, versucht die sich herauszureden.

Mutter wartet vergebens

Sie wolle spontan eine Bekannte überraschen. Dann sagt sie, sie habe sich verlaufen. Dann wollte sie ein Taxi nach Hause nehmen. Eine Dreiviertelstunde wartete Monika Beisler vor der Tür, aber es kam kein Taxi. "Maria, hier stimmt was nicht, ich leg jetzt auf und ruf die Polizei, die ortet dein Handy", sagte sie zu ihrer Tochter.

Es ist das letzte Telefonat zwischen Monika Beisler und ihrer Tochter, das letzte Lebenszeichen. Danach verschwinden Maria und Haase. Als die Polizei die Ortungsdaten von Marias Handy überprüft, stellt sich heraus: Maria war die ganze Zeit in einem Hotel mit Bernhard Haase. Kaum einen Kilometer entfernt vom Elternhaus.

Die Mutter vermutet, dass sich Maria in einem Solidaritätskonflikt befindet. Falls ihre Tochter inzwischen Heimweh habe, so wolle sie doch gleichzeitig den Mann schützen, von dem sie sagt, dass sie ihn liebt. Im aktuellen stern appelliert die Mutter daher an Haase, ihre Tochter endlich zurückzubringen. "Das ist das Dilemma", sagt Beisler. Einerseits soll er geschnappt werden, andererseits darf der Druck nicht ins Unermessliche steigen. Nicht für Haase, denn seine Ausweglosigkeit könne auch Gefahr für Maria bedeuten. Aber auch von Maria will sie den Druck nehmen. "Es gab Vorschläge, wir erfinden eine Krankheit, aber da sagte ich, da mache ich nicht mit, das zerreißt mir das Kind."

Wenn man im nordrhein-westfälischen Kalldorf nachfragt, wo Haase bis vor rund einem Jahr mit seiner Frau und Kindern lebte, hört man, er sei ein unauffälliger, zurückgezogener Mann. "Immer ein bisschen grimmig", sagt Wilfried Gerkensmeier, Vorsitzender der örtlichen Vereinsgemeinschaft. "Aufgefallen ist er eigentlich nur wegen seiner zwei großen weißen Hunde." Einen nahm Haase auch mit auf die Flucht, und ließ ihn unterwegs zurück. Maria nahm nichts mit an diesem Abend am 4. Mai, nicht mal Geld. Ihre Mutter wartet in der Wohnung, bis Maria endlich wiederkommt. Sie kauft nicht richtig ein, betritt ihr Zimmer nicht. Alles auf Warteposition. "Es würde wahnsinnig Druck aus der Familie nehmen, wenn zumindest ein Lebenszeichen käme", sagt sie.

Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.
Oldtimer gekauft - bei Instandsetzung Unfallschäden entdeckt
Hallo, ich habe mir vor ein paar Wochen einen amerikanischen Oldtimer gekauft - ein Import aus den Staaten, bekam hier eine Vollabnahme und H-Gutachten. Aufgrund der Entfernung konnte ich den Wagen jedoch lediglich auf Fotomaterial besichtigen und auf den Fotos sah er aber sehr gut aus - hatte wenig Laufleistung und wurde auch beim Gespräch mit dem Verkäufer am Telefon mit einem guten Zustand beworben. Nach der Lieferung fielen mir dann sofort 2 Roststellen auf, wo ich mir noch sagte "Hey - das Auto ist 40 Jahre alt - darf es haben, also reparierst du es einfach". Bei der Reparatur stellen sich dann jedoch weitere Roststellen heraus, die sogar zur Demontage der Innenverkleidungen, Kotflügel und Windschutzscheibe führten. Aber Ok - altes Auto. Der Wagen ging daraufhin zum Lackierer und wurde dort weiter behandelt. Dabei kamen dann weitere Mängel zum Vorschein: Die Beifahrertüre wurde bereits im unteren Bereich dick mit Spachtel überzogen - die Unterkante wurde ausgetauscht und von innen nicht versiegelt - das Blech rostete durch. Jedoch war das gesamte untere Türdrittel komplett verbeult - dazu braucht es schon einen recht großen Hammer. Ca. 8mm dicke Spachtelbrocken musste ich abschlagen. An einer Stelle wurde das Blech der Seitenwand bereits ausgetauscht. Durch die schlechte Arbeit waren Blechteile vollständig durchrostet. Auf der anderen Seitenwand hatte der Wagen einen weiteren Treffer kassiert - das Blech war eingedrückt und wurde mit massig Spachtel übergetüncht. Von außen nur anhand sehr schlechtem Lackbildes zu sehen und von innen sind deutlich Schweißpunkte vom Blechzughammer erkennbar. Auch die Seitenscheiben waren stümperhaft montiert. Diese wurden nicht mit Scheibenkleber, sondern einer kaugummiartigen Substanz montiert und fielen bei der Demontage der Zierleisten dem Lackierer bereits entgegen. Laut Verkäufer wurden die Seitenwände zwar überlackiert (was man auch sehen konnte), ein Grund wurde jedoch nicht genannt - angeblich schlechter Lack oder Kratzer. Nun meine Frage: Im Kaufvertrag ist der Wagen wie folgt beschrieben: "Keine Unfallschäden laut Vorbesitzer" "Dem Verkäufer sind auf andere Weise keine Unfallschäden bekannt" Weitere Regelungen gibt es im Kaufvertrag nicht. Durch die Beseitigung der Durchrostungen an den unfachmännisch ausgeführten Blech- und Spachtelarbeiten ist der Preis für die Lackierung deutlich gestiegen. Kann man beim Verkäufer hierfür mitunter Schadensersatz geltend machen? Gekauft wurde das Fahrzeug Mitte Dezember 2018, geliefert in der 2ten KW im Januar. Danke im Voraus für eure Antworten.