VG-Wort Pixel

Mutmaßliches Hassverbrechen 24-Jähriger zu Tode geprügelt: Tausende Spanier protestieren gegen Homophobie

Mutmaßliches Hassverbrechen: 24-Jähriger zu Tode geprügelt: Tausende Spanier protestieren gegen Homophobie
Sehen Sie im Video: 24-Jähriger zu Tode geprügelt – Proteste in Spanien gegen Homophobie.




Proteste in Spanien gegen mutmaßliche Hassverbrechen an LGBT-Menschen: Tausende von Demonstrierenden gingen am Montag in den größten Städten Spaniens wie Madrid und hier in Barcelona auf die Straße. Sie wollten offenbar ihre Wut über den Tod eines Mannes bei einem mutmaßlich homophoben Angriff am vergangenen Wochenende ausdrücken. Menschen hier in Barcelona sagten dazu: O-Ton:"Ich denke, dieses Verbrechen geschah, weil Homophobie tötet." O-Ton:"Das Land akzeptiert immer noch nicht wirklich, dass es viele Arten zu lieben gibt und verschiedene Arten zu lieben. Es kann nicht sein, dass ein Mensch, weil er sich entscheidet, sein Leben damit zu verbringen, eine Person des gleichen Geschlechts zu lieben, oder zu lieben, wen auch immer, am Ende sein Leben für die Tatsache verliert, dass er geliebt hat, denn das war der Grund, er hat jemanden des gleichen Geschlechts geliebt und sein Leben wurde ihm weggenommen." Der 24-jährige Krankenpflegehelfer mit Vornamen Samuel wurde in den frühen Morgenstunden des Samstags in der nordspanischen Stadt A Coruna in der Nähe eines Nachtclubs von einem Angreifer verprügelt. Dieser soll eine gängige abwertende Bezeichnung gegen Homosexuelle gerufen haben. Das Opfer starb später im Krankenhaus, berichtete der staatliche Sender RTVE. LautPolizei ist die Untersuchung zum Tathergang „noch offen". Bisher sei niemand verhaftet worden.Daten des spanischen Innenministeriums zeigen, dass Hassverbrechen im Zusammenhang mit sexueller Orientierung oder Geschlechtsidentität zunehmen. Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte warnt, dass nur ein Bruchteil solcher Hassverbrechen der Polizei gemeldet werde.
Mehr
Der gewaltsame Tod eines jungen Spaniers hat das ganze Land erschüttert. Der 24-Jährige wurde offenbar das Opfer einer homophoben-Attacke. Als Reaktion darauf gingen Tausende Spanier auf die Straßen.

Nach dem gewaltsamen Tod eines jungen Mannes in Spanien sind am Montag tausende Menschen auf die Straßen gegangen, um gegen Homophobie zu protestieren. In der Hauptstadt Madrid hielten die Demonstranten Transparente mit der Aufschrift "Homophobie und Faschismus sind dasselbe" in die Luft und skandierten "Gerechtigkeit für Samuel". 

Am Samstagmorgen war der 24-jährige Krankenpfleger Samuel zu Tode geprügelt vor einem Nachtclub in La Coruña im Nordwesten Spaniens gefunden worden. Seine Angehörigen gehen von einem Hassverbrechen aus.

Polizei in Spanien untersucht Verbrechen vor Nachtclub in LaCoruña

Spaniens Innenminister Fernando Grande-Marlaska erklärte, bislang habe es keine Festnahmen gegeben. Es würden "keine Spuren ausgeschlossen – weder Hassverbrechen noch andere". 

Die Polizei überprüft Überwachungskameras und befragt mehr als ein Dutzend Verdächtige und Zeugen, die sich zum Zeitpunkt des Verbrechens vor einem Nachtclub in der Stadt La Coruña aufhielten, sagte der Regierungsbeauftragte in der nordwestlichen Region Galicien am Montag.

Zahlreiche Menschen nahmen an einer Kundgebung zur Verurteilung der Tötung eines 24-Jährigen in La Coruna teil.
Zahlreiche Menschen nahmen in Madrid unter dem Motto "JusticiaParaSamuel" (Justiz für Samuel) an einer Kundgebung zur Verurteilung der Tötung eines 24-Jährigen in La Coruña teil
© Alberto Ortega / DPA

Homophobie als Tatmotiv?

Freunde des getöteten 24-Jährigen erzählten der spanischen Zeitung El Mundo, dass die Verdächtigen begannen, den jungen Mann anzugreifen, der zu dieser Zeit ein Videotelefonat mit einem Freund führte, weil sie glaubten, dass er versuchte, sie aufzunehmen. Die Angreifer sollen demnach ein abwertendes Wort für Homosexuelle benutzt haben.

Nicht nur in Madrid, auch in anderen Städten des Landes gingen nach dem Aufruf von LGBTQ-Gruppen am Montag hunderte Menschen auf die Straßen. "Dies war eine grausame und rücksichtslose Tat. Spanien wird das nicht tolerieren", schrieb Ministerpräsident Pedro Sanchez auf Twitter.

Mutmaßliches Hassverbrechen: 24-Jähriger zu Tode geprügelt: Tausende Spanier protestieren gegen Homophobie

Sehen Sie im Video: Hunderte Gegner der LGBTQ-Bewegung in Georgien haben mit gewaltsamen Übergriffen die geplante Pride Parade verhindert. Dabei wurde auch ein Büro der LGBTQ-Gemeinde gestürmt und anschließend geplündert.

Quellen: DPA, Associated Press

jek

Mehr zum Thema


Wissenscommunity


Newsticker