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Mann lebensgefährlich verletzt: Erneute Gewalttat erschüttert Hamburg

Nur zwei Wochen nach der Messerattacke am Jungfernstieg ist es an einer Hamburger Haltestelle erneut zu einer schweren Gewalttat gekommen: Ein Mann wurde am Samstagnacht von zwei Unbekannten angegriffen und dabei lebensgefährlich verletzt - auch er wartete nur auf seine Bahn.

In einem Hamburger U-Bahnhof ist ein Mann schwer verletzt worden. Zwei Unbekannte schlugen den 40-Jährigen am Samstag kurz vor Mitternacht an der Station Niendorf-Markt nach einem Wortgefecht zu Boden. Er habe mehrere Schädelbrüche erlitten und sei in Lebensgefahr, berichtete die Polizei. Den beiden Männern gelang die Flucht, die Ermittler stellten aber umfangreiches Videomaterial sicher.

Das spätere Opfer und seine Freundin hatten auf die Bahn gewartet, ehe sich das Handgemenge mit den zwischen 20 und 30 Jahre alten Tätern entwickelte. Die Frau wurde leicht verletzt, als sie dem 40-Jährigen helfen wollte.

Der Vorfall steht in einer Reihe mit zahlreichen Gewalttaten in deutschen U- und S-Bahnhöfen. Erst vor zwei Wochen hatte ein jugendlicher Messerstecher einen 19-Jährigen im Hamburger S-Bahnhof Jungfernstieg getötet. Der junge Mann wartete zusammen mit einem Freund auf die Bahn und war aus einer Tätergruppe von fünf Jugendlichen heraus von einem 16-Jährigen angegriffen worden. Im September vergangenen Jahres erschüttert der Mord des 50-Jährigen Dominik Brunner Deutschland. Er war an einem Münchner S-Bahnhof von zwei Jugendlichen getötet worden.

DPA / DPA
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