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Vacaville in Kalifornien: Mann stiehlt Lottoschein mit Millionenwert - doch mit diesem Preis hat er wohl nicht gerechnet

Nachdem sein Mitbewohner von seinem Lottogewinn erzählt, stiehlt ein 35-Jähriger den Wettschein. Beim Versuch, diesen einzulösen, erwartet ihn allerdings nicht der Millionen-Jackpot. Sondern die Polizei.

Mann stiehlt Lottoschein mit Millionenwert - doch mit diesem Preis hat er wohl nicht gerechnet

Als der Dieb den Lottoschein abgegeben hat, begann das Kartenhaus in sich zusammenzufallen (Symbolbild)

AP / DPA

Mit diesem Preis hat Adul Saosongyang, 35, wohl nicht gerechnet. Er hat sich wahrscheinlich schon als Multimillionär gewähnt, als genialer Dieb, der seinen Mitbewohner übers Ohr gehauen hat. Dessen Glück nun seines wurde.

Aber Pech gehabt: Statt des Jackpots hat ihn die Polizei erwartet.

Am 20. Dezember vergangenen Jahres kauft ein Mann aus Vacaville, einer Stadt im US-Bundesstaat Kalifornien, einen Lottoschein. Er erhofft sich einen kleinen Gewinn, etwas Extra-Geld, für die bevorstehenden Feiertage. Die Investition lohnt sich: Der Schein (Preis: 30 US-Dollar) ist ein Gewinnerlos - und nun 10.000 Dollar wert. Zumindest glaubt er das. Dass der Schein sogar ein Millionen-Gewinn von zehn Millionen Dollar ist, scheint der glückliche Gewinner bei aller Aufregung zu übersehen.

Er erzählt seinen zwei Mitbewohnern von seinem Losglück. Einer davon: Adul Saosongyang, der in der Nacht - während der wahre Gewinner schläft - das Los stiehlt und durch ein manipuliertes ersetzt. So schildert es die Polizei von Vacaville in einem Facebook-Posting. Der vermeintliche Coup fliegt am nächsten Morgen auf. Der eigentliche Gewinner will sein Los in einem Supermarkt eintauschen - und erhält statt des Gewinns eine Absage. Es würde sich um kein Gewinnerlos handeln, zumal es offenbar manipuliert worden sei. Der geprellte Gewinner wendet sich unmittelbar an die Polizei, schreiben die Beamten auf Facebook. 

Knast statt Lotto-Jackpot

Sein Verdacht, einer seiner Mitbewohner könne das Los gestohlen haben, bewahrheitet sich am nächsten Tag. Adul Saosongyang versucht das echte Los einzutauschen. Dort wird ihm sogar gesagt, dass "sein" Los in Wirklichkeit zehn Millionen Dollar wert sei. Das Lotteriebüro von Sacramento weiß zu diesem Zeitpunkt noch nicht, dass es sich bei dem 35-Jährigen um einen Dieb handelt. Sie werden es noch herausfinden: Die Behörde prüft, wie bei jedem Gewinn von über 600 Dollar, ob alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Dazu gehört in diesem Fall auch die Sichtung von Videomaterial vom Kauf des Loses. Auf den Bändern im Supermarkt, wo das Los gekauft wurde, ist allerdings nicht der 35-Jährige zu sehen. 

Fortan arbeiten das Lotteriebüro sowie die Polizei in Vacaville zusammen, rekonstruieren den Diebstahl sowie den Austausch mit einem manipulierten Los. Am 7. Januar soll schließlich die Falle zuschnappen: Die Lotterie lädt Adul Saosongyang ein, seinen Gewinn abzuholen. Zahltag? Höchstens für die Polizei und den geprellten Gewinner: Den Dieb erwartet nicht der Jackpot, sondern die Polizei. Mittlerweile sitzt der 35-Jährige in Haft.

Und der eigentliche Gewinner? Hat seinen Millionengewinn laut BBC noch nicht abholen können. Die Lotteriebehörde prüfe noch, ob wirklich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. 

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fs
Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?