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Lebenslange Haft für Mord: Mann übergoss Ex-Freundin mit Benzin und zündete sie an

Ein 54-Jähriger hatte seine Ex-Freundin mit Benzin übergossen und angezündet, nachdem sie sie sich von ihm getrennt hatte. Die Frau starb. Der Mann wurde nun des Mordes schuldig gesprochen.

Das Landgericht Ulm sprach den 54-jährigen Angeklagten des Mordes  schuldig

Das Landgericht Ulm sprach den 54-jährigen Angeklagten des Mordes
schuldig

Ein Mann, der seine Ex-Freundin bei lebendigem Leib verbrannt hat, ist jetzt zu lebenslanger Haft verurteilt worden. Das Landgericht Ulm sprach den 54-Jährigen des Mordes schuldig. Er hatte die Frau mit Benzin übergossen und angezündet, nachdem sie sich von ihm getrennt hatte.

Der Mann habe die Trennung nach wenigen Monaten Beziehung nicht akzeptieren können, sagte der Vorsitzende Richter. Der 54-Jährige habe nicht aus Eifersucht, sondern aus einem Machtanspruch heraus gehandelt. "Der Angeklagte will Macht über seine Partnerinnen", sagte der Richter. "Er kann das Ende einer Beziehung nicht ertragen." Bei ihm liege keine Persönlichkeitsstörung vor, er zeige aber narzisstische Züge.

Vermutlich unter einem Vorwand habe der Verurteilte die Frau im Februar in Göppingen (Baden-Württemberg) zu seinem Auto gelockt, Benzin über sie gegossen und angezündet, erläuterte der Richter. Die 46-Jährige starb qualvoll.

Opfer starb schnell

Schon zuvor hatte der 54-Jährige seiner Ex-Freundin nachgestellt. Einmal habe er sie in seine Gewalt gebracht und mit einem Messer bedroht, sagte der Richter. An ein anschließendes Kontaktverbot habe er sich nicht gehalten. Im Februar fuhr er dann mit dem Auto zum Haus seiner früheren Partnerin. Im Wagen: ein Kanister und zwei Weinflaschen mit Benzin. "Er wollte seine Ex-Freundin verbrennen", sagte der Richter.

Nach der Tat tauchte der 54-Jährige unter, wurde drei Tage später aber von der Polizei festgenommen. Am Tatort hatten die Beamten seine DNA auf dem Auto und den Flaschen gefunden, zudem hatte er Brandverletzungen an der Hand, versengte Haare und Augenbrauen.

Die Obduktion der Leiche habe ergeben, dass die 46-Jährige nach dem Anzünden nur noch wenige Atemzüge habe machen können. "Es ging schnell", sagte der Richter. Die Frau habe, kurz bevor sie aus dem Haus ging, über ihr Handy noch eine Nachricht an einen Bekannten geschickt. Wenige Zeit später meldete ein Anwohner per Notruf ein brennendes Auto und eine Gestalt in Flammen.

kis/DPA/DPA
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