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Rechtsextremer Hintergrund? Mann wirft Molotowcocktail aufs Kanzleramt


Nach einem versuchten Brandanschlag aufs Kanzleramt hat die Polizei hat einen Verdächtigen festgenommen. In seiner Wohnung wurden Flugblätter einer rechtsextremen Bewegung gefunden.

Zwischenfall am Kanzleramt: Ein Mann ist über einen Zaun der Regierungszentrale geklettert und hat einen Molotowcocktail in Richtung Dach geworfen. Kurz danach wurde in der Nacht zum Donnerstag ein 48-jähriger Verdächtiger festgenommen, der mit dem Fahrrad davonfahren wollte, wie die Polizei mitteilte. Sowohl am Kanzleramt als auch in seiner Wohnung wurden Flugblätter der als rechtsextrem eingestuften "Deutschen Widerstandsbewegung" gefunden. 

Neunte Attacke auf ein symbolträchtiges Gebäude

Es war laut Polizei bereits die neunte ähnliche Attacke auf politisch symbolträchtige Gebäude seit vergangenem August. Die "Deutsche Widerstandsbewegung" hatte sich auch zu einem Brandflaschen-Wurf im Mai auf den Zaun von Schloss Bellevue bekannt, des Amtssitzes des Bundespräsidenten. Damals wurde ein 50-Jähriger festgenommen, der aber wieder frei kam. Ähnliche Attacken mit sogenannten Molotowcocktails gab es auch im vergangenen August auf die CDU-Parteizentrale und später unter anderem auf das Reichstagsgebäude und das Paul-Löbe-Haus des Bundestags.

Bei dem erneuten Angriff nun auf das Kanzleramt wurde niemand verletzt. Zu möglichen Schäden konnte die Polizei zunächst keine Angaben machen.

car DPA

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