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Fahndung nach Hauptverdächtigem: Täter sprangen auf seinen Kopf: Mann bezahlt Zivilcourage fast mit dem Leben

In der Nähe von Mannheim wollte ein 28-Jähriger einer Frau helfen, die aus einer zehnköpfigen Männergruppe heraus belästigt wurde. Seine Zivilcourage quittierten die Täter mit Schlägen und Fußtritten besonders brutaler Art.

Weinheim - Zivilcourage - Fahndung - mannheim

Schläge und Tritte nach Zivilcourage: Die Polizei fahndet derzeit noch nach dem flüchtigen Hauptverdächtigen (Symbolbild)

Nach einer brutalen Attacke gegen einen 28-Jährigen, der nahe Mannheim einer Frau in einem Regionalzug helfen wollte, ist ein 18 Jahre alter Hauptverdächtiger weiter auf der Flucht. Der Verdächtige wird nach Angaben der Staatsanwaltschaft Mannheim mit Haftbefehl gesucht.

Zwei ebenfalls 18 Jahre alte Verdächtige sitzen bereits in Untersuchungshaft. Die drei Männer gehören zu einer zehnköpfigen Gruppe, aus der heraus am Abend des 11. März in Weinheim (Baden-Württemberg) eine 24 Jahre alte Frau belästigt worden war.

Der 28-Jährige wollte der Frau helfen. Die Täter sollen ihn deshalb niedergeschlagen haben, zwei von ihnen sollen dann mehrfach von einer Sitzbank aus auf seinen Kopf gesprungen sein. Die Staatsanwaltschaft geht daher von versuchter Tötung aus. Der Mann hatte schwere Verletzungen erlitten, darunter mehrere Knochenbrüche.

Fall weckt Erinnerungen an Dominik Brunner

Die Polizei durchsuchte die Wohnungen aller zehn Verdächtigen und fand dabei nach Angaben der Staatsanwaltschaft zahlreiche Beweismittel.

In den vergangenen Jahren kam es immer wieder zu Angriffen auf couragierte Helfer. Der Fall Dominik Brunner hatte 2009 bundesweit Entsetzen ausgelöst. Brunner starb, nachdem er von Jugendlichen an einer Münchner S-Bahn-Station angegriffen worden war. Die Täter hatten zuvor Schüler bedrängt.


mod / DPA