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Mannheim: Drei Kinder sterben bei Wohnungsbrand

In einem Mehrfamilienhaus bricht ein Feuer aus: Drei kleine Kinder sind in einer Wohnung eingeschlossen - sie sterben infolge des Rauchs. Warum das Feuer ausbrach, ist noch unklar.

Trotz des hohen Aufgebots an Polizei und Feuerwehr konnten die drei Kinder nicht aus den Flammen gerettet werden

Trotz des hohen Aufgebots an Polizei und Feuerwehr konnten die drei Kinder nicht aus den Flammen gerettet werden

Inmitten des dichten Rauchs konnten Nachbarn die Wohnungstür aufbrechen - doch für die Kinder war es zu spät: Zwei Jungen und ein Mädchen sind bei einem Feuer in der Mannheimer Innenstadt gestorben. Warum das Feuer in der Nacht zum Donnerstag in dem Mehrfamilienhaus ausbrach, war zunächst unklar. Ein Dreijähriger und eine Siebenjährige starben am Brandort, ein zweijähriger Junge kurz darauf im Krankenhaus.

Die Flammen waren in einer Wohnung im dritten Stock ausgebrochen. Nachbarn gelang es, in die Wohnung einzudringen und die bulgarische Mutter und zwei ihrer Kinder ins Freie zu bringen. Beamte versuchten, die Kinder zu reanimieren - jedoch ohne Erfolg. Der Zweijährige wurde von der Feuerwehr aus den Flammen geholt. "Tragischerweise konnten alle drei Kinder nicht gerettet werden", sagte der Mannheimer Bürgermeister Christian Specht.

Bislang keine Hinweise auf Brandstiftung

Die Polizei geht von Rauchvergiftung als Todesursache aus. Die Mutter der Kinder stand unter Schock und wurde ins Krankenhaus gebracht. Sie war zunächst nicht vernehmungsfähig. Der Anteil der Migrantenfamilien sei in dem Viertel relativ hoch, sagte ein Polizeisprecher. Hinweise auf Brandstiftung gebe es jedoch bislang nicht.

Als das Feuer in der Nacht ausbrach, befanden sich mehr als 30 Menschen in dem vierstöckigen Gebäude. Ein Polizeibeamter und fünf Anwohner wurden durch Rauchgas leicht verletzt und von Notärzten vorsorglich behandelt. Zwei Seelsorger standen zur Betreuung zur Verfügung.

Drei Wohnungen könnten für die Dauer der Spurensuche durch die Kripo Mannheim nicht genutzt werden, sagte der Polizeisprecher. Die Bewohner seien vorübergehend bei Bekannten und in Gasthäusern untergekommen.

kis/DPA / DPA
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Auf welche Rechtsgrundlage beziehen sich die Münchner Finanzämter im jüngsten Steuerskandal?
Gestern in Report: Münchener Mittelständler, die zum Beispiel Werbung bei Google gekauft haben, sollen auf gezahlte Werbung bei Google eine Quellensteuer von 15 Prozent zahlen, und zwar zunächst rückwirkend für die Jahre 2012 und 2013. Das Geld, so die Betriebsprüfer des Finanzamts München, könnten sich die Steuer ja von Google zurückholen. Klingt skurril. Klingt nach einer Sauerei. ich habe mir deshalb den 50a ESTG durchgelesen, was wenig Freude macht. Dort steht erstens: "Die Einkommensteuer wird bei beschränkt Steuerpflichtigen im Wege des Steuerabzugs erhoben", was bedeutet, dass (um im Beispiel zu bleiben) Google der Steuerschuldner ist und sich das Finanzamt dorthin wenden soll und unter Abschnitt 7: "Das Finanzamt des Vergütungsgläubigers kann anordnen, dass der Schuldner der Vergütung für Rechnung des Gläubigers (Steuerschuldner) die Einkommensteuer von beschränkt steuerpflichtigen Einkünften, soweit diese nicht bereits dem Steuerabzug unterliegen, im Wege des Steuerabzugs einzubehalten und abzuführen hat, wenn dies zur Sicherung des Steueranspruchs zweckmäßig ist. " Nach diesem Text muss das Finanzamt von Google diese Anordnung treffen und nicht das Münchner. Ich bin mir sehr sicher, dass das Finanzamt in Irland nicht tätig geworden ist. Was also könnte die Rechtsgrundlage für diese extreme Auslegung einer Vorschrift sein, die ursprünglich dazu gedacht war, dass Veranstalter von Rockkonzerten die Steuern für die ausländischen Musiker abführen (was ja vernünftig ist)?