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Marburg: Von Türken bewohntes Haus angezündet

In der Nähe von Marburg wurde ein von Türken bewohntes Haus angezündet. Die Familie bemerkte den Brand rechtzeitig, sodass nur Sachschaden entstand. Allerdings ist ein fremdenfeindlicher Hintergund sehr wahrscheinlich.

In einem von Türken bewohnten Haus in Dautphetal Wilhelmshütte bei Marburg ist in der Nacht ein Brand gelegt worden. Wie die Marburger Polizei mitteilte, bemerkten die Hausbewohner das Feuer rechtzeitig und verhinderten einen größeren Schaden. Einige Stunden zuvor waren den Ermittlungen zufolge an eine Wand des Hauses verfassungsfeindliche Symbole gesprüht worden. Die Polizei rief Zeugen auf, sich zu melden.

Ausländerfeindliche Parolen

Die Sachbeschädigung wurde den Angaben zufolge am Montagabend gegen 21.45 Uhr begangen; der Sohn der Familie sah schemenhaft zwei Personen, die vom Grundstück wegrannten. Zwei Stunden später brannte die mit Holz verkleidete Fassade des Treppenaufgangs an dem Haus. Die Mutter sah der Polizei zufolge durch ein Fenster unmittelbar vor dem Haus wiederum zwei Männer, die zwei oder drei Mal "Ausländer raus" riefen, bevor sie verschwanden.

Nachbarn bestätigten diese Ausrufe den ermittelnden Beamten. Ob es sich um dieselben Männer handelte, die zuvor nach der Farbschmiererei wegliefen, stand noch nicht fest. Durch das Feuer entstand ein Schaden in Höhe von 1.500 Euro. Beamte des Staatsschutzes und der Kriminalpolizei nahmen Ermittlungen auf.

AP / AP
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