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Maria (13) mit Mann (53) auf der Flucht: Mutter appelliert: "Bring mir mein Kind"

Seit vier Monaten ist die 13-jährige Maria verschwunden. Zusammen mit einem 40 Jahre älteren Mann. Im stern spricht ihre Mutter zum ersten Mal über die verlorene Tochter.

Von Ingrid Eißele

Seit Anfang Mai wird die 13-jährige Maria Henselmann aus Freiburg vermisst und von der Polizei gesucht - und mit ihr ein 40 Jahre älterer Mann. In einem Interview mit dem stern appelliert die Mutter des Mädchens, Monika Beisler, an Bernhard Haase, seine Flucht zu beenden und ihr das Kind zurückzubringen. Sie spricht zum ersten Mal ausführlich über ihre verlorene Tochter.

Polizei fahndet international nach Haase

Die Gymnasiastin hatte sich vergangenes Jahr in einem Internet-Kinderchat mit dem angeblich 14 Jahre alten "Karlchen" angefreundet. Bei einem persönlichen Treffen mit dem Mädchen hatte er sich jedoch als 53-jähriger Familienvater aus dem nordrhein-westfälischen Blomberg entpuppt. Trotz Internetverbots und einer Warnung von Haases Stieftochter, ihr Vater sei pädophil, hatte das Mädchen heimlich immer wieder Kontakt zu Haase aufgenommen. "Maria war keinen Vernunftgründen zugänglich", so die Mutter zum stern. Am 4. Mai verschwand der Teenager mit dem Mann. "In meinen Augen war ihre Reaktion eine Flucht", sagt Beisler. Sie vermutet, dass sich ihre Tochter in einem Dilemma zwischen ihrer Familie und ihrem Begleiter befunden und Beschützergefühle für Haase entwickelt habe.

Zuletzt wurden die 13-Jährige und Haase im Juli im polnischen Gorlice gesehen, Fluchtmöglichkeiten soll das Mädchen nicht genutzt haben. Monika Beisler zum stern: "Ich habe keine Rachegedanken. Er soll mir mein Kind bringen. Dann kann er von mir aus verschwinden."

Nach Haase wird mittlerweile mit internationalem Haftbefehl wegen Kindesentziehung und sexuellem Missbrauch gefahndet.

  • Ingrid Eißele