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Mädchen jahrelang verschollen: "Konnte es nicht mehr aushalten": So erklärt Maria H. ihr Verschwinden

Mit einem 40 Jahre älteren Mann brannte Maria H. aus Freiburg 2013 durch, nach mehr als fünf Jahren ist die heute 18-Jährige zurück in Deutschland. Und hat sich nun auf Facebook zu Wort gemeldet.

Vermisste aus Freiburg: Begleiter von Maria H. aus Freiburg nach fünf Jahren geschnappt

Die jahrelang vermisste Maria H. hat sich nach ihrer Rückkehr bei Facebook zu Wort gemeldet. "Nach meinem 18. Geburtstag, als ich mich in Sicherheit wusste, informierte ich mich über die Ermittlungen", schrieb die heute 18-Jährige am Donnerstag auf der Facebook-Seite "Bitte findet Maria", die ihre Mutter für die Suche nach dem Mädchen ins Leben gerufen hatte. "Dabei wurde mir bewusst, wie sehr meine Familie nach mir sucht und ich konnte es vor schlechtem Gewissen nicht mehr aushalten." Ihre Mutter bestätigte der Deutschen Presse-Agentur am Abend die Echtheit des Eintrags. Inzwischen (7. September) sind die Seite und der Eintrag nicht mehr auffindbar.

Maria H.: "Es war einfacher, so weiter zu machen als umzukehren"

Maria H. aus Freiburg war im Alter von 13 Jahren mit einem 40 Jahre älteren Mann verschwunden. In der vergangenen Woche meldete sie sich bei ihrem Vater und wurde von Freunden des Vaters aus Mailand nach Hause zurückgeholt. Der Polizei sagte sie, sie habe die meiste Zeit in Italien verbracht.

Vor dem Mann sei sie bereits in Polen weggelaufen, da sich sein Verhalten ihr gegenüber verschlechtert habe, schrieb sie bei Facebook. "Später dachte ich dann, dass ich ja zurück kommen kann, wenn erstmal Gras über die Sache gewachsen ist. Und dann war es einfacher, so weiter zu machen als umzukehren."

Dem aus Blomberg in Nordrhein-Westfalen stammenden Mann wird Kindesentzug sowie sexueller Missbrauch von Kindern vorgeworfen. Maria hatte ihn im Internet kennengelernt. Die Polizei ging damals davon aus, dass sie sich verliebt hatte und freiwillig mitging.

fs / DPA
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