HOME

Marseille: 17-Jähriger stirbt in Bandenkrieg

Dem seit Jahren tobenden Bandenkrieg in Marseille ist wieder ein Jugendlicher zum Opfer gefallen. Ein 17-Jähriger wurde in seinem Auto an einer roten Ampel erschossen.

In Marseille ist erneut ein Mensch den dortigen Kämpfen zwischen Drogenbanden zum Opfer gefallen. Ein 17-Jähriger wurde am Donnerstagabend am Steuer eines Renault Clio erschossen. Der Körper des jungen Mannes sei von 23 Kugeln aus einer Maschinenpistole durchlöchert worden, berichtet die Regionalzeitung "La Provence".

Nach ersten Erkenntnissen der Kriminalpolizei soll eine Abrechnung im Drogenmilieu hinter der Tat stecken. Der junge Mann wurde nach Augenzeugenberichten an einer roten Ampel von einem Motorrad aus kaltblütig erschossen.

In Marseille, aktuell europäische Kulturhauptstadt, kommt es seit Jahren immer wieder zu heftigen Auseinandersetzungen und Anschlägen durch organisierte Banden. In diesem Jahr sind dabei schon sechs Menschen ums Leben gekommen. Die meisten Opfer starben im 14. und 15. Bezirk, zwei Problemviertel der Hafenstadt.

juho/DPA / DPA
Themen in diesem Artikel