Mord aus "gekränkter Ehre"? Maryam H. wurde getötet. Jetzt beginnt der Prozess gegen ihre Brüder

Verpixeltes schwarz-weiß Porträt einer Frau mit Kopftuch
Maryam H., 34, galt lange als vermisst. Wie genau sie starb, konnte die Polizei nicht klären
© archiv
Drei Männer, unter denen die junge Afghanin mutmaßlich gelitten hat, sitzen zur Auftaktverhandlung im Berliner Landgericht. Aber nicht alle von ihnen auf der Anklagebank. 

Gut sieben Monate nachdem sie durch die Türen eines Berliner Bahnhofs einen schwarzen Koffer trugen, der das Land in Aufruhr versetzen würde, sitzen Mahdi und Yousuf H. hinter Glasscheiben in Saal 700 des Berliner Kriminalgerichts. Mahdi trägt die Haare zu einem kleinen Zopf gebunden, seine Augen blinzeln, als er durch den Saal schaut. Neben ihm sitzt sein Bruder im beigen Hoodie, sein Blick ist ruhig.  

Mahdi, 23, und Yousuf, 27, sind Brüder. Sie sind vor einigen Jahren aus Afghanistan geflüchtet. Sie haben ein Land im Krieg hinter sich gelassen und hier ein besseres Leben gesucht. Jetzt sind sie im Gefängnis. Ihnen droht lebenslängliche Haft. 


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