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Eine Tote – drei Verletzte Maskenstreit eskaliert: Mann erschießt Supermarkt-Kassiererin in Georgia

Bei einer Schießerei in einer Bar in Kalifornien wurden offenbar mehrere Menschen verletzt. 
Die Polizei konnte den Kunden noch am Tatort festnehmen (Symbolbild)
© Alexandre Marchi/ / Picture Alliance
In einem Supermarkt im US-Bundesstaat Georgia haben sich eine Kassiererin und ein Kunde wegen des Maskentragens gestritten. Für die Frau endete die Auseinadersetzung tödlich.

Eine Tote und drei Verletzte: Das ist das Ergebnis einer Auseinandersetzung um das Tragen von Atemschutzmasken gegen das Coronavirus in einem Supermarkt in Decatur im US-Bundesstaat Georgia.

Ein 30 Jahre alter Mann hatte am Montag gegen 13.10 Uhr das Geschäft in der 26.000-Einwohner-Stadt im DeKalb County betreten, wie die Ermittlungsbehörde Georgia Bureau of Investigation (GBI) mitteilte. Beim Bezahlen sei er mit der Kassiererin in einen Streit über seine Gesichtsmaske geraten.

"Es gab eine Konfrontation, Streit – ich bin nicht sicher, was genau – in Bezug auf das Tragen von Masken", erklärte die Polizeichefin von DeKalb County, Melody Maddox, auf einer Pressekonferenz. Worum es dabei im Detail ging, sei ihr nicht bekannt.

Kunde schießt auf Kassiererin und Wachmann

Dem GBI zufolge verließ der Kunde den Big-Bear-Supermarkt nach der Auseinandersetzung zunächst ohne seinen Einkauf. Er sei aber sofort in den Laden zurückgekehrt und direkt zur Kassiererin gegangen. Dort habe er eine Handfeuerwaffe gezogen und die Frau erschossen.

Als ein Bezirkssheriff im Ruhestand, der als Wachmann in dem Supermarkt arbeitete, eingreifen wollte, habe der Mann auch auf ihn gefeuert. Der Wächter und der Kunde hätten sich einen Schusswechsel geliefert, bei dem beide verletzt worden seien. Der Angreifer habe noch versucht, aus der Vordertür des Ladens zu kriechen. Doch dort sei er von zwei eintreffenden Polizisten festgenommen worden.

Der Wachmann wurde nach Angaben von Maddox von zwei Kugeln getroffen, trug aber eine schusssichere Weste. Er sei in einem Krankenhaus behandelt worden und befinde sich in einem stabilen Zustand. Der Kunde sei in eine andere Klinik eingeliefert worden, auch sein Zustand sei stabil.

Die Kassiererin kam nach Angaben der Ermittler ebenfalls in ein Krankenhaus und wurde dort für tot erklärt. Eine zweite Kassiererin sei von einer Kugel gestreift worden. Ihre Verletzung seien noch am Tatort behandelt worden.

Der ehemalige Bezirkssheriff ist den Berichten zufolge Mitglied einer Reserveeinheit. Diese bestehe aus Strafverfolgungsbeamten, die nicht aktiv für die Behörde arbeiten. Solche Reservisten könnten mit einem Büro des Sheriffs auf freiwilliger Basis zusammenarbeiten und Teilzeit-Sicherheitsjobs annehmen.

Die Reaktion des Wachmannes habe womöglich andere Menschen davor bewahrt, verletzt zu werden, erklärte Maddox. "Das ist es, wofür er ausgebildet wurde."

Quellen: Georgia Bureau of Investigation, "Huffington Post", United States Census Bureau, WOWT


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