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Verdacht auf Brandstiftung: Scheune von Nazi-Gegnern abgebrannt

Im mecklenburgischen Dorf Jamel ist in der Nacht zu Donnerstag eine Scheune abgebrannt. Die Eigentümer sind für ihr Engagement gegen Rechtsextremismus bekannt. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus.

Zwei Feuerwehrmänner stehen an einer brennenden Scheune

In der Nacht zum Donnerstag brannte die Scheune im mecklenburgischen Dorf Jamel ab

Auf dem Anwesen eines für seinen Einsatz gegen Rechtsextremismus bekannten Ehepaars im mecklenburgischen Dorf Jamel ist in der Nacht zum Donnerstag eine Scheune abgebrannt. Die Polizei schließt Brandstiftung nicht aus, wie ein Sprecher sagte. Das Ehepaar teilte mit, kurz vor Brandausbruch sei eine fremde Person auf dem Grundstück beobachtet worden. "Wir gehen davon aus, dass es sich um eine direkte Reaktion auf die kürzlich bekanntgegebene Verleihung des Georg-Leber-Preises für Zivilcourage an uns handelt", sagte Ehemann Horst Lohmeyer.

Das aus Hamburg stammende Paar Birgit und Horst Lohmeyer wird nach eigenen Angaben seit seinem Zuzug 2004 in dem von Rechtsextremisten dominierten Dorf gemobbt. Es hat dort 2007 das Festival für Toleranz und Demokratie "Jamel rockt den Förster" ins Leben gerufen und wurde für sein Engagement vielfach ausgezeichnet. Bei der diesjährigen Festival-Auflage am 28. und 29. August soll den Lohmeyers der mit 10.000 Euro dotierte Georg-Leber-Preis für Zivilcourage der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt überreicht werden.

kup/DPA