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Drei Schwerverletzte Messerattacke in ICE zwischen Regensburg und Nürnberg – eine Festnahme

Ein ICE steht am Bahnhof
Ein ICE steht am Bahnhof. In dem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg hat es am Samstag eine Messerattacke gegeben. Mehrere Menschen wurden verletzt, wie die Polizei mitteilte. 
© ---/vifogra / DPA
Ein Mann greift in einem ICE andere Fahrgäste mit einem Messer an. In einem kleinen Bahnhof in Ostbayern hält der Zug, Polizisten nehmen den mutmaßlichen Täter fest. Ermittler müssen nun klären: Was trieb ihn dazu?

Bei einer Messerattacke in einem ICE zwischen Regensburg und Nürnberg sind mehrere Menschen verwundet worden. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz sagte am Samstag: "Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Es gibt keine Erkenntnisse, dass weitere Täter vorhanden sind." Die Hintergründe waren noch völlig unklar. Das Bayerische Rote Kreuz hat nach eigenen Angaben "drei Schwerverletzte vor Ort versorgt und in Kliniken transportiert". 

Sprecher von Landes- und Bundespolizei wollten auf Anfrage keine näheren Angaben zum Festgenommenen machen. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen soll es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 27-jährigen Syrer handeln. Aus Sicherheitskreisen hieß es zudem, der Angreifer habe mit einem Messer drei Menschen verletzt. Zwei von ihnen erlitten demnach schwere Verletzungen. Die "Bild"-Zeitung berichtete, der Festgenommene solle "psychisch auffällig sein" und im Zug um Hilfe gerufen haben.

Messerattacke: Seehofer dankt Einsatzkräften und Polizei

Kurz nach 9.00 Uhr sei ein Notruf bei der Polizei eingegangen, sagte der Sprecher des Polizeipräsidiums Oberpfalz. Der ICE stehe jetzt im Bahnhof Seubersdorf im Landkreis Neumarkt in der Oberpfalz. Die Polizei sei mit einem Großaufgebot vor Ort. 

Die Bahnstrecke Regenburg-Nürnberg war seit etwa 9.00 Uhr gesperrt. Andere Züge auf der Strecke seien zunächst an geeigneten Bahnhöfen zurückgehalten worden, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn am Mittag. Inzwischen werde der Fernverkehr über Ingolstadt umgeleitet. Für die Fahrgäste bedeute das 30 bis 60 Minuten längere Fahrzeiten.

Bundesinnenminister Horst Seehofer drückte sein Entsetzen aus und rief zur Besonnenheit auf. "Die grausame Messerattacke im ICE ist furchtbar", zitierte ihn Ministeriumssprecher Steve Alter im Kurznachrichtendienst Twitter. Seehofer hoffe, dass die Verletzten und diejenigen, die diese Tat miterleben mussten, schnell und vollständig gesund werden.

Seehofer, der bis zur Bildung einer neuen Regierung geschäftsführend im Amt ist, dankte demnach den Einsatzkräften der Polizei und dem Zugpersonal "für ihren mutigen Einsatz". Der CSU-Politiker sagte, die Hintergründe der grausamen Tat seien noch unklar und müssten aufgeklärt werden. "Erst dann ist eine Bewertung möglich."

Wann die Sperrung der Bahnstrecke aufgehoben werde, sei derzeit nicht vorherzusagen, teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit. "Es kommt zu Verspätungen", hieß es weiter.

Hinweis: Dieser Artikel wurde aktualisiert.

rw DPA AFP

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