HOME

Mexikanischer Drogenkrieg: Los Ramones - das Gesetz gibt auf

Los Ramones schreibt ein besonders absurdes Kapital im mexikanischen Drogenkrieg: Die Polizeistation der Kleinstadt ist erst vor vier Tagen eingeweiht worden - heute sieht sie aus wie ein zu Stein gewordenes Schlachtfeld. Kurzerhand kündigten alle Polizisten der Stadt.

Nach einem Granatenangriff auf ihr Kommissariat haben alle 14 Polizisten der Kleinstadt Los Ramones ihren Job gekündigt. Angreifer hatten am Montagabend sechs Granaten auf ihre drei Tage zuvor eingeweihte Polizeiwache geworfen, wie einer der Polizisten am Dienstag berichtete. Die sechs Beamten im Gebäude seien unverletzt geblieben, das Gebäude aber sei beschädigt worden.

Los Ramones liegt im Norden Mexikos, 120 Kilometer östlich von Monterrey, der Hauptstadt des Bundesstaats Nuevo León. Die drittgrößte Stadt des Landes und ihre Umgebung sind seit Beginn des Jahres Schauplatz blutiger Kämpfe zwischen zwei rivalisierenden Drogenkartellen. Seit Ende August wurden die Bürgermeister von zwei Dörfern nahe Monterrey ermordet, Anfang des Monats wurde bei einem Granaten-Anschlag auf einem Vorort-Platz von Monterrey ein Dutzend Zivilisten verletzt.

AFP/ben / AFP
Themen in diesem Artikel