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Mexikanischer Polizei gelingt Schlag gegen Drogenkriminalität: Killer "El Diego" festgenommen

Auf das Konto dieses Mannes sollen rund 1500 Morde gehen: "El Diego", der mutmaßliche Anführer des Juárez-Drogenkartells. Ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Dollar war auf ihn ausgesetzt, doch jetzt wurde er von der Polizei bei einer Schießerei festgenommen.

In Mexiko ist den Behörden am Wochenende erneut ein Schlag gegen die organisierte Kriminalität gelungen. Sicherheitskräfte nahmen Jose Antonio Acosta Hernández, alias "El Diego", den Anführer in Diensten des Juárez-Kartells stehenden Killer-Bande "La Linea", fest. Wie der Chef der Drogenpolizei, Ramón Pequeño, am Sonntag (Ortszeit) mitteilte, war die Festnahme am Freitag bei einer Schießerei in der nordmexikanischen Stadt Chihuahua erfolgt. "El Diego" soll nach Behördenberichten im Laufe der vergangenen Jahre mehr als 1500 Morde im Norden Mexikos angeordnet haben. In einer ersten Reaktion bezeichnete Präsident Felipe Calderon die Festnahme als den größten Schlag gegen die Kriminalität in der Stadt Ciudad Juárez an der Grenze zu den USA.

"Acosta war einer der gewalttätigsten und radikalsten Personen in Chihuahua, wo die Kartelle von Juárez und vom Pazifik die Macht hatten", sagte Polizeichef Pequeño. Unter anderem sei er der Drahtzieher der Morde an einer Mitarbeiterin des US-Konsulats, ihres Ehemanns sowie des Ehemanns einer mexikanischen Konsulatsangestellten im März 2010 in der Grenzstadt Ciudad Juárez gewesen, sagte Pequeño. Zu seinen Opfern zählen Jugendliche, Polizisten und Mitglieder rivalisierender Banden. Auf "El Diego" war ein Kopfgeld von 1,2 Millionen Dollar ausgesetzt.

Durch die Drogenkriege in Mexiko kommen auch viele Jugendliche und Kinder ums Leben. Auch sind sie immer häufiger selber in die Kriminalität verwickelt - vergangene Woche wurde ein 14-Jähriger zu einer Haftstrafe wegen Mordes, Entführung und Drogenschmuggel zu drei Jahren Jugendarrest verurteilt.

tmm/DPA/AFP / DPA
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