HOME

Mexikanisches Gefängnis: 21 Häftlinge bei Unruhen getötet

Bei einem Aufstand in einem Gefängnis in Mexiko sind 21 Häftlinge ums Leben gekommen. Es dauerte Stunden, bis die Sicherheitskräfte den Kampf unter Kontrolle bringen konnten. Es soll sich um einen Bandenkrieg unter den Häftlingen gehandelt haben.

Bei Unruhen in einem Gefängnis in Mexiko sind 21 Menschen ums Leben gekommen. Nach offiziellen Angaben wurden bis zu 20 weitere Häftlinge verletzt, als während des Aufstandes am Montag (Ortszeit) im nordöstlichen Bundesstaat Tamaulipas ein Feuer ausbrach. Laut unbestätigten Medienberichten sind die Opfer in dem Gefängnis der Stadt Reynosa an der Grenze zum US-Bundesstaat Texas verbrannt. Die Häftlinge hätten ein Gebäude in Brand gesteckt, in dem sich weitere Gefangene aufgehalten hätten, sagte der Gefängnisleiter Apolonio Villarreal Soto.

Nach Angaben des Sicherheitsministeriums von Tamaulipas war in der Nacht (Ortszeit) ein Bandenkrieg unter den Gefangenen ausgebrochen. Sicherheitskräfte brachten die Lage erst Stunden nach Beginn des Kampfes unter Kontrolle. Zum Tod der Häftlinge wurden Ermittlungen aufgenommen. Der Gefängnisdirektor und mehrere Aufseher wurden vom Dienst suspendiert.

Aus dem Gefängnis waren am 9. Oktober 17 Häftlinge ausgebrochen. Fünf von ihnen waren mutmaßliche Killer des Golfkartells, einer der mächtigen Drogenorganisationen Mexikos. In den vergangenen Wochen ist es in mexikanischen Gefängnissen wiederholt zu Unruhen gekommen. Mitte September waren bei gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Sicherheitsbeamten und Häftlingen in der Haftanstalt der nordmexikanischen Grenzstadt Tijuana 19 Menschen ums Leben gekommen.

DPA/AFP/AP / AP / DPA
Themen in diesem Artikel