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Mexiko Behörden finden Massengräber im Süden des Landes


Bei der Suche nach den seit einer Woche vermissten Studenten sind die Behörden in Mexiko auf ein Massengrab gestoßen. Ob darin auch die Vermissten liegen, ist noch unklar. Die Polizei ermittelt.

Sieben Tage nach dem mysteriösen Verschwinden von 43 Studenten im Süden Mexikos hat die Polizei in der Region ein Massengrab entdeckt. Bei der Suche nach den Studenten seien bei Ausgrabungen vor der Stadt Iguala sterbliche Überreste gefunden worden, sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Ob es sich tatsächlich um die Vermissten handele, sei noch offen. Ein weiterer Polizeisprecher sagte, das Massengrab sei nach einem Hinweis eines anonymen Anrufers gefunden worden.

Die Lehramtsstudenten waren am Freitag vor einer Woche zum Spendensammeln in Iguala hundert Kilometer nördlich von Chilpancingo im Bundesstaat Guerrero unterwegs. Nach ihrer Aktion kaperten sie mehrere öffentliche Busse, um zu ihrer Hochschule zurückzufahren.

22 Polizisten wurden festgenommen

Polizisten aus Iguala eröffneten daraufhin das Feuer. Drei Studenten wurden getötet. Laut Augenzeugen wurden dutzende weitere Studenten in Polizeifahrzeugen fortgebracht. Einige von ihnen, die sich offenbar versteckt hatten, tauchten wieder auf. Von 43 weiteren fehlt jede Spur.

22 Polizisten wurden nach dem Vorfall und einer weiteren Schießerei in Iguala festgenommen. Darin war offenbar auch eine kriminelle Bande verwickelt. Angehörige fürchten deswegen, die Studenten könnten in der Gewalt der Kriminellen sein.

and/AFP AFP

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